Nach Konsum-Aus: Plate droht Verlust von Nahversorgung und Post
Plate: Konsum-Schließung gefährdet Post und Einkauf

In Plate herrscht Ungewissheit. Der Konsum-Markt schließt Ende November 2026, und damit sind nicht nur die Nahversorgung, sondern auch die Postfiliale bedroht. Ob es einen Ersatz gibt und wie es mit dem Postservice weitergeht, ist offen. Die Frist endet im November.

Alltag im Ortskern von Plate

Noch stehen vor dem Konsum Fahrräder an den Ständern, noch wandern Brötchen, Briefmarken und Milchtüten über das Kassenband. Eine ältere Dame schiebt einen gelben DHL-Paketkarton zum Schalter, hinter ihr wartet schon der nächste Kunde mit einem Stapel Briefe in der Hand. Alltag im Ortskern von Plate. Alltag, der in wenigen Monaten verschwinden könnte.

Was passiert mit der Postfiliale in Plate?

Mit der angekündigten Schließung des Konsum-Marktes Ende November 2026 steht nicht nur die Nahversorgung auf der Kippe. Auch die Zukunft der Postfiliale im Markt ist plötzlich offen. Offenbar weiß selbst die Deutsche Post bislang erstaunlich wenig über das drohende Aus. Nachdem die Konsumgenossenschaft Hagenow bestätigt hatte, dass der Standort wegen auslaufender Mietverhältnisse spätestens zum 30. November 2026 schließen wird, richtete sich der Blick vieler Einwohner sofort auf eine weitere wichtige Anlaufstelle im Ort: den Postschalter im Markt. Schließlich werden dort Pakete angenommen, Briefe verschickt und Briefmarken verkauft – betreut vom Personal des Konsums.

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Post überrascht: keine Informationen zur Schließung

Doch auf Nachfrage wirkt selbst die Post derzeit eher überrascht als vorbereitet. „Zum jetzigen Zeitpunkt habe ich noch keine Information zu einer möglichen Schließung zum Jahresende und somit jetzt auch noch keine Aussage zum möglichen Ersatz“, erklärte Jens-Uwe Hogardt von der Deutschen Post auf Anfrage. Bedeutet im Klartext: Erst durch die Nachfrage der Redaktion wurde dort überhaupt deutlich, dass der Konsum-Standort vor dem Aus steht. Was danach passiert? Offen.

Damit wächst in Plate die Sorge, dass mit dem Konsum nicht nur ein Supermarkt verschwindet, sondern gleich mehrere Funktionen des täglichen Lebens aus dem Ortskern herausbrechen könnten. Denn gerade in kleineren Gemeinden ist der Markt längst mehr als nur ein Ort zum Einkaufen. Hier werden Pakete abgeholt, kurze Gespräche geführt, Neuigkeiten ausgetauscht. Ein Stück Infrastruktur, das oft erst dann richtig auffällt, wenn es fehlt.

Und auch die große Frage, ob nach der Schließung überhaupt wieder ein neuer Lebensmittelmarkt in die Räume einziehen könnte, bleibt bislang unbeantwortet. Hoffnung gibt es im Ort zwar weiterhin. Konkrete Zusagen allerdings nicht.

Edeka Nord schweigt zu Kündigung und Gesprächen in Plate

Die Edeka Handelsgesellschaft Nord, die das Mietverhältnis für den Standort gekündigt hatte, hält sich derzeit bedeckt. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns aufgrund laufender Gespräche aktuell nicht zu dem von Ihnen genannten Standort in Plate äußern können“, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Ein Satz, der vieles offenlässt. Gibt es Interessenten? Wird hinter den Kulissen über eine neue Nutzung verhandelt? Oder droht dem Gebäude nach der Schließung zunächst Leerstand? Antworten darauf gibt es bislang keine.

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