Rostocks Millionenprojekt Warnowquartier startet nächste Bauetappe
Das ambitionierte Stadtentwicklungsprojekt an der Warnow in Rostock nimmt einen weiteren wichtigen Schritt. Ab dem 20. April beginnt die entscheidende Phase der Leitungsverlegungen, die zu erheblichen Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer führen wird. Die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (RGS) informiert über die bevorstehenden Maßnahmen.
Umfangreiche Sperrungen für nichtmotorisierten Verkehr
Für den Zeitraum vom 20. April bis Ende August wird der Geh- und Radweg am Dierkower Damm in Richtung Innenstadt vollständig gesperrt. Grund dafür ist die Verlegung von Misch- und Schmutzwasserdruckleitungen, die bisher über zwei der geplanten Baufelder verlaufen. Oliver Buchholz, Geschäftsführer der RGS, betont: „Mit dieser Umverlegung beginnt ein wesentlicher Schritt zur Herstellung der Baufreiheit für künftige Investoren.“
Für betroffene Fußgänger und Radfahrer wird ein ausgeschilderter Ersatzweg entlang des künftigen Warnowquartiers eingerichtet. Parallel dazu kommt es zu weiteren Einschränkungen: Der Uferweg an der Unterwarnow auf Höhe der Altdeponie wird ebenfalls gesperrt. Die Umleitung erfolgt über den Dierkower Damm und die Gehlsheimer Straße nach Gehlsdorf.
Investitionen und Zeitplan des Großprojekts
Die aktuellen Baumaßnahmen verursachen Gesamtkosten von rund 950.000 Euro. Der Abschluss der Arbeiten wird für Anfang September erwartet. Anschließend plant die Hansestadt Rostock die Erneuerung und Verbreiterung des Geh- und Radwegs am Dierkower Damm.
Das Warnowquartier entwickelt sich auf einem etwa 220.000 Quadratmeter großen Grundstück am östlichen Ufer der Unterwarnow. Das langjährige Modellvorhaben der Stadt sieht beeindruckende Dimensionen vor:
- Investitionssumme von weit über 60 Millionen Euro
- Mehr als 2.000 zukünftige Einwohner
- Bau von 1.000 Wohnungen
- Schaffung von 1.000 Arbeitsplätzen
Verkehrliche Auswirkungen und Perspektiven
Wichtig für Autofahrer: Für den Kraftfahrzeugverkehr ergeben sich durch die aktuellen Bauarbeiten keine Einschränkungen. Die Maßnahmen konzentrieren sich ausschließlich auf den nichtmotorisierten Verkehr.
Das Warnowquartier stellt eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte Rostocks der letzten Jahre dar. Durch die jetzt beginnenden Leitungsverlegungen wird die Grundlage für die künftige Vermarktung der Flächen und die Realisierung des gesamten Quartiers geschaffen. Die RGS betont, dass diese Arbeiten essenziell für den weiteren Fortschritt des Millionenprojekts sind.



