Energie sparen in der Küche: 5 häufige Fehler, die Stromkosten erhöhen
5 Küchenfehler, die Stromkosten erhöhen

Energie sparen in der Küche: 5 häufige Fehler, die Stromkosten erhöhen

Wer Energie sparen möchte, muss nicht gleich sein gesamtes Haushaltsverhalten umkrempeln. Oft reicht es bereits aus, typische Fehler zu vermeiden, die viele Menschen täglich in der Küche machen. Diese kleinen Gewohnheiten können auf das Jahr gerechnet erhebliche Stromkosten verursachen. Wir stellen fünf der häufigsten Energieverschwender vor und zeigen, wie man sie einfach umgehen kann.

Zu viel Wasser im Wasserkocher erhitzen

Ein klassischer Fehler ist das Überfüllen des Wasserkochers. Viele Nutzer füllen das Gerät bis zur Maximalmarke, selbst wenn sie nur eine einzelne Tasse Tee oder Kaffee benötigen. Dabei ist es deutlich effizienter, nur die tatsächlich benötigte Menge Wasser zu erhitzen. Allerdings gibt es hier eine wichtige Einschränkung: Viele Hersteller schreiben eine Mindestbefüllung von einem halben Liter vor, da sonst die Abschaltautomatik nicht zuverlässig funktioniert. Für eine einzelne Tasse ist diese Menge reine Energieverschwendung. Wer regelmäßig kleine Mengen heißes Wasser benötigt, sollte daher auf Geräte achten, die bereits mit einer Mindestbefüllung von einem Viertelliter auskommen.

Abwasch per Hand statt mit der Spülmaschine

Das Spülen von Geschirr unter fließend heißem Wasser gilt als die ineffizienteste Methode überhaupt und verbraucht am meisten Energie. Eine Studie der Universität Bonn hat dies eindrucksvoll belegt: Probanden wurden aufgefordert, den Inhalt einer voll beladenen Spülmaschine per Hand abzuwaschen. Dabei zeigte sich, dass selbst der sparsamste Handabwasch-Typ selten die Effizienz eines modernen Geschirrspülers erreicht. Zwar gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Spültypen, doch insgesamt verbraucht der Handabwasch deutlich mehr Wasser und Energie. In Single-Haushalten stellt sich oft das Problem, dass die Spülmaschine nicht schnell genug voll wird, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten.

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Unnötiges Vorheizen des Backofens

Auf den meisten Rezepten und Tiefkühlverpackungen findet sich der Hinweis, den Backofen vorzuheizen. In der Praxis ist dies jedoch häufig überflüssig und führt zu einem erhöhten Stromverbrauch. Der Grund für diese Empfehlung liegt vor allem in der genauen Zeitangabe, da verschiedene Backöfen unterschiedlich schnell ihre Zieltemperatur erreichen. Tatsächlich gelingen die meisten Gerichte wie Kuchen oder Pommes auch ohne Vorheizen problemlos. Wer auf das Vorheizen verzichtet, kann bis zu 20 Prozent Energie einsparen. Ausnahmen bilden empfindliche Teige wie Biskuitböden, Brandteige oder Soufflés, die die exakte Starttemperatur benötigen, um richtig aufzugehen.

Ungünstiger Standort des Kühlschranks

Die Position des Kühlschranks in der Küche hat einen erheblichen Einfluss auf seinen Energieverbrauch. Steht das Gerät in unmittelbarer Nähe zu Wärmequellen wie Herd, Backofen oder Heizkörpern, muss es deutlich mehr Leistung aufbringen, um die eingestellte Temperatur zu halten. Auch direkte Sonneneinstrahlung kann die Betriebskosten in die Höhe treiben. Bei freistehenden Geräten lohnt es sich daher, einen kühleren und schattigen Standort zu wählen. Zudem stellen viele Nutzer die Temperatur unnötig niedrig ein. Oft reichen bereits Stufe 1 oder 2 aus, um Lebensmittel sicher zu kühlen. Da es keine einheitlichen Herstellerangaben gibt, empfiehlt sich die Kontrolle mit einem Thermometer: Sieben Grad Celsius in der Mitte des Kühlschranks gelten als ausreichend.

Falsche Temperaturverteilung im Kühlschrank

Nicht nur die eingestellte Gesamttemperatur, sondern auch die interne Temperaturverteilung spielt eine wichtige Rolle für die Energieeffizienz. In den meisten Kühlschränken ist es unten kühler als in der Mitte oder oben. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch sollten daher immer in den unteren Fächern gelagert werden. Durch die richtige Einordnung der Lebensmittel kann der Kühlschrank effizienter arbeiten und muss weniger Energie aufwenden, um alle Bereiche auf der gewünschten Temperatur zu halten. Eine regelmäßige Überprüfung der Temperatur mit einem Thermometer hilft dabei, unnötig niedrige Einstellungen zu vermeiden.

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Durch die Beachtung dieser fünf Punkte lässt sich der Energieverbrauch in der Küche deutlich reduzieren, ohne dass Komfort oder Gewohnheiten grundlegend geändert werden müssen. Kleine Anpassungen im täglichen Umgang mit Haushaltsgeräten können auf das Jahr gerechnet erhebliche Einsparungen bei den Stromkosten bewirken.