Der Frühling ist endlich da, und mit ihm die Sehnsucht, nach der Arbeit bei einem kühlen Getränk die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu genießen. Doch wo scheint die Sonne überhaupt noch? Eine innovative App eines Münchner Start-ups hilft dabei, den perfekten Platz zu finden.
Die Idee hinter der App
Max Günzel hat gemeinsam mit Bekannten die App „Sunny Sites“ entwickelt. Sie zeigt auf einer interaktiven Karte, welche Plätze, Straßen, Cafés, Bars und Restaurants zu einer bestimmten Uhrzeit in der Sonne liegen. Mit einem Zeitstrahl kann man vor- und zurückspulen und sehen, wo man in einer, zwei oder mehr Stunden noch Sonne tanken kann. So lässt sich bereits in der Mittagspause der ideale Tisch für den Feierabend reservieren.
Verbesserte Technologie und Wetterdaten
Die App ist kostenlos und wurde seit dem vergangenen Sommer deutlich weiterentwickelt. „Wir haben die Technologie zur Schattenberechnung verbessert“, erklärt Günzel. In der neuesten Version werden nun auch Schatten von Bäumen präzise dargestellt. Zudem sind Wetterdaten integriert, sodass man auf einen Blick sieht, wo und wie lange es bewölkt sein wird. Ein besonderes Highlight ist die Anzeige der „Golden Hour“ – der besten Zeit für die Abendsonne an einem bestimmten Ort. Auch die Öffnungszeiten der Lokale werden angezeigt, und man kann die Location per WhatsApp teilen.
Vom Bierlaune-Projekt zum Start-up
„Die Idee entstand aus einer Bierlaune heraus“, erzählt Günzel. Ein Kumpel und er fragten sich, wo man gerade noch ein Weißbier in der Sonne trinken könne. Seitdem sind Tausende Arbeitsstunden in die App geflossen – und das ausschließlich in der Freizeit. Das Team besteht aus einem SAP-Berater, einer Ingenieurin, einem Marketing-Mann und Günzel selbst, der im Bereich Energie- und Gebäudetechnik arbeitet. Die genaue Funktionsweise der App ist ein Betriebsgeheimnis.
Zukunftsperspektiven
Bereits 4000 Menschen nutzen die App, die nicht nur in München, sondern in jeder Stadt funktioniert. Bislang verdient das Start-up damit noch kein Geld. Doch das Team sieht viele weitere Anwendungsmöglichkeiten für die Technologie, etwa bei der Platzierung von Solaranlagen oder der optimalen Bepflanzung. Erste Gespräche mit Investoren laufen bereits. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt Günzel, doch das Potenzial ist enorm.



