Der Münchner Stadtrat hat ein klares Zeichen gesetzt: Champagner-Duschen sind auf dem Oktoberfest künftig nicht mehr erlaubt. Dies bestätigte eine Sprecherin des Wirtschaftsreferats. Die Entscheidung fiel nach längerer Diskussion, denn die Praxis der Champagner-Duschen war den Stadträten schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge.
Gründe für das Verbot
Die Stadträte sehen in den Champagner-Duschen nicht nur eine reine Lebensmittelverschwendung, sondern auch eine Verfremdung des traditionellen Volksfestcharakters. Man wolle verhindern, dass die Wiesn zu einem „Ballermann“ verkomme, wie es aus Rathauskreisen gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ hieß. Das Oktoberfest solle ein Fest für alle bleiben, bei dem Maß und Tradition im Vordergrund stehen.
Soziale Medien als Treiber
In den letzten Monaten tauchten in sozialen Netzwerken vermehrt Videos auf, die zeigen, wie Gäste Sektflaschen öffnen und den Inhalt über andere Gäste sprühen. Diese Clips sorgten für Aufsehen und verstärkten den Druck auf die Stadtverwaltung, einzuschreiten. Das Verbot soll nun für klare Verhältnisse sorgen.
Mit dieser Maßnahme will der Stadtrat sicherstellen, dass das Oktoberfest seinen Ruf als familienfreundliches und traditionsreiches Fest bewahrt. Die Umsetzung des Verbots wird von den Ordnungsbehörden überwacht werden. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen.



