Rhabarber nie in Alutöpfen kochen: Darum ist das gefährlich
Rhabarber nie in Alutöpfen kochen

Kochgeschirr aus Aluminium ist wegen seiner Leichtigkeit, des günstigen Preises und der schnellen Wärmeleitung beliebt. Doch bei der Zubereitung von Rhabarber sollten Sie besser darauf verzichten. Die Verbraucherzentrale Bayern warnt vor der Kombination von Rhabarber und Aluminiumtöpfen.

Säure löst Aluminium aus dem Kochgeschirr

Der Grund ist die im Rhabarber enthaltene Säure. „Sie kann das Aluminium aus dem Kochgeschirr lösen“, erklärt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern. Wer über längere Zeit zu große Mengen dieser Aluminiumpartikel zu sich nimmt, riskiert eine Anreicherung im Körper. Dies könnte möglicherweise das Nervensystem, die Fruchtbarkeit oder die Knochenentwicklung schädigen, so die Verbraucherzentrale.

Auch Alufolie ist tabu

Nicht nur Töpfe aus Aluminium sind problematisch. Auch wer Rhabarberkuchen oder -kompott abdecken möchte, sollte statt Alufolie lieber Frischhaltefolie verwenden. Die Säure kann ebenfalls aus der Folie gelöst werden.

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Empfehlung: Glas oder Edelstahl

Katharina Holthausen empfiehlt, für die Zubereitung von Rhabarber auf Glas- oder Edelstahlgeschirr zurückzugreifen. Diese Materialien sind sicher und zudem geschmacksneutral. Der Tipp gilt übrigens für alle säurehaltigen Lebensmittel oder Gerichte, die mit Zitrone oder Essig zubereitet werden.

Oxalsäure im Rhabarber reduzieren

Rhabarber enthält neben der Säure, die Aluminium angreift, auch Oxalsäure. Diese kann die Aufnahme von Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Calcium hemmen. „Durch Schälen und Kochen der Stangen lässt sich der Oxalsäuregehalt deutlich reduzieren“, erklärt Holthausen. Wichtig ist, das Kochwasser anschließend wegzuschütten, denn darin sammelt sich ein Großteil der Oxalsäure.

Calciumreiche Lebensmittel kombinieren

Eine weitere Möglichkeit, die Wirkung der Oxalsäure zu mindern, ist die Kombination mit calciumreichen Lebensmitteln wie Milch, Joghurt, Quark oder calciumangereicherten Pflanzendrinks. „Calcium bindet die Oxalsäure im Darm, sodass weniger davon im Körper aufgenommen wird“, so die Ernährungsexpertin.

Vorsicht bei Nierensteinen

Da Oxalsäure die Bildung von Nierensteinen begünstigen kann, sollten Patienten mit Nierenerkrankungen oder Neigung zu Harnsteinen oxalsäurereiche Lebensmittel wie Rhabarber vorsorglich meiden.

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