Staub im Haushalt effektiv bekämpfen: Expertentipps für gesundes Wohnen
Staub im Haushalt bekämpfen: Expertentipps für gesundes Wohnen

Staub im Haushalt: So entfernen Sie ihn richtig und schützen Ihre Gesundheit

Staub auf dunklen Flächen oder im Sonnenlicht ist besonders sichtbar, doch selbst wenn er unscheinbar ist, kann er zum gesundheitlichen Problem werden. Laut dem Kompetenzzentrum Hauswirtschaft (KoHW) bilden sich täglich etwa sechs Milligramm Staub pro Quadratmeter. Kerstin Effers von der Verbraucherzentrale NRW warnt: "Staub sollte man möglichst nicht aufwirbeln und nicht einatmen, denn er kann der Gesundheit schaden." Feine Stäube belasten die Atemwege und Bronchien, ähnlich wie Feinstaub von der Straße.

Regelmäßiges Putzen: Besonders wichtig für Familien und Allergiker

In der Regel reicht es aus, einmal pro Woche Staub zu wischen. René Rettig vom Berufsverband Hauswirtschaft betont jedoch: "Wenn Allergiker, Kinder oder Tiere im Haushalt leben, kann zwei- bis dreimal wöchentliches Putzen sinnvoll sein." Dies hängt von der individuellen Wohnsituation ab. Für Familien mit kleinen Kindern ist häufiges Staubwischen am Boden ratsam, da krabbelnde Kinder Schadstoffen ausgesetzt sind, die sich im Hausstaub ablagern. Chemikerin Kerstin Effers erklärt: "Untersuchungen zeigen, dass kleine Kinder stärker mit Weichmachern belastet sind als Jugendliche." Auch Menschen mit Hausstauballergie profitieren von einem staubarmen Zuhause.

Die richtigen Werkzeuge: Mikrofaser- oder Baumwolltücher

Für das Staubwischen empfiehlt René Rettig ein nebelfeuchtes Mikrofasertuch. Ein trockenes Tuch sollte mit frischem Wasser aus einem Zerstäuber leicht besprüht werden. Die feinen Fasern nehmen Staub effektiv auf und entfernen sogar stärkere Verschmutzungen. Die Feuchtigkeit hilft, den Staub zu binden. Bei empfindlichen Oberflächen wie Hochglanzlack oder glänzenden Kunststoffen rät Kerstin Effers jedoch zu einem feuchten Baumwolltuch, um Kratzer zu vermeiden.

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Mikrofaser- und Baumwolltücher sind waschbar und mehrfach verwendbar, was umweltfreundlich ist. Effers warnt vor Einwegprodukten: "Wir raten aufgrund des hohen Energie- und Rohstoffverbrauchs im Verhältnis zur kurzen Nutzungsphase davon ab." Diese erhöhen zudem die Abfallmenge.

Reihenfolge und Technik: Von oben nach unten vorgehen

Beim Staubwischen ist die Reihenfolge entscheidend. René Rettig erklärt: "Von oben nach unten vorgehen, damit obenliegender Schmutz nicht wieder herunterfällt." Beginnen Sie auf Schränken und arbeiten Sie sich nach unten vor. Erst Staub wischen, dann staubsaugen. Für feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie unlackierte Holzregale oder Stofflampenschirme empfiehlt Kerstin Effers den Bürstenaufsatz des Staubsaugers. Staubsauger sollten einen HEPA-Filter und ein dicht schließendes Gehäuse haben, um feinen Staub nicht zu verteilen.

Praktische Tipps: So wirbeln Sie weniger Staub auf

Die KoHW-Experten geben weitere Ratschläge, um Staubaufwirbelung zu minimieren:

  • Kissen und Polster regelmäßig absaugen.
  • Decken, Kissen, Teppiche und Oberbetten im Freien ausschütteln.
  • Nach dem Bettenbeziehen einen Tag mit dem Saugen und Wischen warten, damit sich der Staub setzen kann.

Kerstin Effers rät zudem, auf Teppiche zu verzichten: "Glatte Böden sind in der Regel hygienischer und besser zu reinigen."

Kann Staub im Haushalt vermieden werden?

René Rettig stellt klar: "Staub wird nie zu 100 Prozent verschwinden." Er besteht größtenteils aus Hautpartikeln, Schmutzpartikeln, Abrieb von Materialien und Mikroplastik. Staub wird durch Bewohner oder beim Lüften ins Haus getragen. Weniger Lüften oder das Erhöhen der Luftfeuchtigkeit bei trockener Heizungsluft sind keine guten Alternativen, da sie zu Problemen wie Schimmelbildung führen können. Laut KoHW gelangt durch Lüften mehr Staub aus der Wohnung heraus als von außen hinein. Letztendlich hilft nur regelmäßige Reinigung, um Staub effektiv zu bekämpfen.

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