Stromspar-Mythen entlarvt: Was wirklich hilft und was nicht
Stromspar-Mythen: Was stimmt wirklich?

Immer mehr Verbraucher suchen nach Möglichkeiten, ihre Stromkosten zu senken. Doch nicht jeder Tipp, der im Umlauf ist, hält einer Überprüfung stand. Leser Udo Günther hat sich mit einer Frage an den BILD-Verbraucherdialog gewandt: Welche Stromspar-Tipps sind eigentlich nur Mythos?

Der ewige Klassiker: Geräte im Standby-Modus

Viele glauben, dass es ausreicht, Geräte mit der Fernbedienung auszuschalten. Tatsächlich verbrauchen viele Elektrogeräte auch im Standby-Modus Strom – bis zu zehn Prozent des gesamten Haushaltsstroms. Hier hilft nur: Richtig ausschalten oder eine schaltbare Steckerleiste verwenden. Das ist kein Mythos, sondern ein echter Tipp.

Kühlschrank: Kalt stellen oder nicht?

Ein weit verbreiteter Mythos besagt, dass man Lebensmittel erst abkühlen lassen sollte, bevor man sie in den Kühlschrank stellt. Stimmt nicht: Moderne Kühlschränke sind darauf ausgelegt, warme Speisen effizient zu kühlen. Allerdings sollte man darauf achten, die Türen nicht unnötig lange offen zu lassen.

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LED-Lampen: Die ganze Wahrheit

Es heißt oft, dass LEDs weniger Strom verbrauchen, aber dafür teurer in der Anschaffung sind. Das ist kein Mythos: LEDs sparen tatsächlich bis zu 80 Prozent Energie im Vergleich zu Glühbirnen und halten länger. Die höheren Anschaffungskosten amortisieren sich schnell.

Waschmaschine: Waschen bei 30 Grad?

Viele schwören auf das Waschen bei niedrigen Temperaturen. Das ist grundsätzlich richtig: Moderne Waschmittel reinigen auch bei 30 Grad effektiv. Aber Vorsicht: Bei stark verschmutzter Wäsche oder zur Hygiene (z. B. Handtücher) kann ein 60-Grad-Waschgang nötig sein. Mythos? Teilweise – es kommt auf den Verschmutzungsgrad an.

Fazit: Nicht allen Tipps blind vertrauen

Udo Günthers Frage zeigt: Viele Stromspar-Tipps sind nützlich, aber nicht alle sind wahr. Verbraucher sollten sich auf seriöse Quellen wie Verbraucherzentralen oder Energieberater stützen. Unser Tipp: Ein Strommessgerät kann helfen, die größten Stromfresser im Haushalt zu identifizieren. So sparen Sie gezielt und vermeiden Mythen.

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