Bootshaus-Brand in Güstrow: Wiederaufbau hängt an alten Pfählen und Fördergeldern
Bootshaus-Brand Güstrow: Wiederaufbau an alten Pfählen

Bootshaus-Brand in Güstrow: Wiederaufbau hängt an alten Pfählen und Fördergeldern

Am Inselsee in Güstrow ragen nur noch die Pfähle aus dem Wasser – stille Zeugen des Bootshauses, das im Spätsommer bei einem Brand komplett zerstört wurde. Für Christian Köhn, Vorsitzender des SV Einheit Güstrow und Leiter der Segelabteilung, sind diese Pfähle derzeit sowohl Hoffnung als auch Herausforderung. Sie entscheiden darüber, ob der Wiederaufbau des Vereinshauses wie geplant gelingen kann.

Fördergelder und Pfähle als kritische Faktoren

Die Pfähle wurden vor sieben Jahren erneuert, wofür der Verein eine Förderung des Landesförderinstituts erhielt. Diese Förderung war mit einer Zweckbindung von 25 Jahren verbunden. Nach dem Brand wies das Institut den Verein darauf hin, dass eine anteilige Rückzahlung möglich wäre. Allerdings signalisierte die Behörde auch, dass darauf verzichtet werden könnte, wenn der Verein eigene Mittel für den Wiederaufbau einsetzt.

Der Verein reagierte umgehend und betonte, dass die Pfähle die einzigen erhaltenen Elemente nach dem Brand seien. Ein beauftragter Statiker bestätigte, dass sie für den Wiederaufbau wiederverwendet werden könnten. Diese Information wurde dem Landesförderinstitut mitgeteilt, und bislang gab es keine weitere Beanstandung.

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Erfolgreiche Spendenaktionen geben Rückhalt

Großen Rückhalt erhielt der Verein aus der Bevölkerung. Über Crowdfunding und Spendenaktionen kamen rund 100.000 Euro zusammen. „Die Holzbaufirma ist guter Dinge, dass wir mit dem Geld den Holzkörper des Bootshauses aufbauen können“, erklärt Köhn. Die genauen Kosten lassen sich jedoch erst nach Genehmigung des Bauantrags schätzen, der Ende Februar eingereicht werden soll.

Anschließend könnte es mindestens drei Monate dauern, bis alle notwendigen Stellungnahmen vorliegen. Trotz dieser Unsicherheiten blickt der Verein optimistisch in die Zukunft.

Veranstaltungen für 2026 trotz fehlendem Bootshaus geplant

Obwohl das Vereinshaus noch fehlt, hat die Segelabteilung bereits Veranstaltungen für das Jahr 2026 geplant. Dazu gehören:

  • Die Sommerregatta
  • Das Rennen um den Nebelpokal beim Seglerverband
  • Das Drachenbootrennen am 18. Juli
  • Das Lampionfest am ersten August-Wochenende

Der Fokus liegt dennoch klar auf dem Aufbau des neuen Bootshauses. „Wir wünschen uns, dass sich die Planungen zum neuen Bootshaus weiterhin so positiv entwickeln“, betont Köhn abschließend.

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