Stille Helfer in der Krise: Feuerwehr und Kinderkirche unterstützen Notfallseelsorge Uckermark
Feuerwehr und Kinderkirche stärken Notfallseelsorge Uckermark

Stille Helfer in der Krise: Feuerwehr und Kinderkirche unterstützen Notfallseelsorge Uckermark

Eine besondere Geste der Dankbarkeit hat in den vergangenen Tagen die Arbeit der Notfallseelsorge im Landkreis Uckermark gestärkt. Die Freiwillige Feuerwehr Naugarten übergab Mitte Februar einen Scheck über 300 Euro an Heike Stöckel, Teamleiterin der Notfallseelsorge, und ihre Kollegin Stefanie Krüger. Diese Spende unterstützt die wichtige Begleitung von Menschen in akuten Krisensituationen, die oft im Verborgenen stattfindet.

Kerzen als Zeichen der Hoffnung

Neben der finanziellen Unterstützung überreichte Anja Steup, Leiterin der Kinderkirche Schönermark, einen Karton voller Kerzen in wiederverschließbaren Gläsern. Diese symbolisieren Hoffnung, Trost und gemeinsames Licht in dunklen Momenten. Die Kerzen wurden bewusst ausgewählt, um den Helfern selbst eine kleine Quelle des Trostes zu bieten.

Anja Steup hat persönliche Erfahrungen mit der Notfallseelsorge gemacht. Im Juli 2025 war sie auf deren Unterstützung angewiesen, als ein tragischer Unfall das junge Leben ihrer Tochter Wilhelmine beendete. „Es war mir eine Herzensangelegenheit, dass die Spende genau an diese Menschen geht, die damals vor Ort waren“, erklärt Steup die emotionale Verbindung zu dieser Geste.

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Aus Musik wird Mut und Unterstützung

Seit Jahren verbindet eine besondere Tradition die Jugendfeuerwehr Naugarten und die Kinderkirche Schönermark. Gemeinsam singen Kinder und Jugendliche am Martinstag öffentlich – eine Aktion, die nicht nur Herzen erwärmt, sondern auch Spenden für gute Zwecke sammelt. Aus Musik wird Mut, aus Gesang wird konkrete Unterstützung für jene, die in Krisen Trost suchen.

Aktuell zählt die Kinder- und Jugendfeuerwehr Naugarten 35 Mitglieder ab 6 Jahren. Diese jungen Menschen lernen früh, dass Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft wichtige Werte sind. Bei der Scheckübergabe entstand ein bewegendes Erinnerungsfoto, das die Verbindung zwischen den Generationen und Hilfsorganisationen dokumentiert.

Notfallseelsorge: Mehr als 3.500 Kilometer im Einsatz

Die Notfallseelsorge im Landkreis Uckermark leistet seit ihrer Gründung im Jahr 1999 unverzichtbare Arbeit. Aktuell sind 15 ausgebildete Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger im Einsatz, die Menschen in unmittelbarer Nähe zu Unfällen, Unglücken oder schweren Schicksalsschlägen begleiten.

Die Zahlen des vergangenen Jahres zeigen den Umfang dieser wichtigen Arbeit:

  • 68 Notrufe machten 2025 den Einsatz der Seelsorger notwendig
  • Rund 260 Stunden Einsatzzeit leisteten die Teams
  • Mehr als 3.500 Kilometer fuhren die Helfer zu Einsätzen

Notfallseelsorgerin Heike Stöckel zeigte bei der Spendenübergabe den Jugendlichen, was sich in ihrem Notfallrucksack befindet – ein Einblick in die praktische Arbeit, die oft im Verborgenen stattfindet.

Sprachlose Dankbarkeit und wertschätzende Umarmungen

Die Reaktion der Notfallseelsorger auf die Spende war tief bewegt. „Wir sind immer noch sprachlos, eine Dankbarkeit in dieser Form haben wir bisher nicht erlebt“, sagte Heike Stöckel bei der Übergabe. Neben dem finanziellen Beitrag wurden wertschätzende Umarmungen ausgetauscht und gegenseitiger Dank ausgesprochen.

Was viele nicht im Blick behalten, aber unverzichtbar ist: Die ausgebildeten Helferinnen und Helfer stehen den Betroffenen unter der Telefonnummer 112 zur Seite. In einer Region, in der Sicherheitsdienstleistungen oft als selbstverständlich erscheinen, erinnert diese Geschichte daran, dass hinter jeder Rettungskette Menschen stehen, die zuhören, trösten und Halt geben.

Die Botschaft der stillen Helfer

Abschließend bleibt die zentrale Botschaft der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger: Die Hilfe kommt oft still, oft unauffällig – doch sie ist lebenswichtig. Die Verbindung zu einer Gemeinschaft, die singt, feiert und sich bewusst für das Wohl anderer einsetzt, macht diese Hilfe noch wertvoller.

Die Geschichte aus Naugarten und Schönermark zeigt, wie lokales Engagement und persönliche Erfahrungen zu bedeutungsvollen Gesten werden können. Sie erinnert daran, dass Licht auch in dunklen Stunden nicht fehlen darf – sei es durch Kerzen, tröstende Worte oder finanzielle Unterstützung für jene, die anderen in schwersten Momenten beistehen.

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