Gemeinschaftsaktion für blühende Osterdekoration
Am vergangenen Sonnabend herrschte rund um den Anger in Berge ein reges Treiben. Gegen 14 Uhr trafen zahlreiche Anwohner mit Besen, Laubharken und anderen Arbeitsgeräten ein, begleitet von Autos mit Anhängern und einem Trecker. Der traditionelle Frühjahrsputz stand auf dem Programm, um das Dorf und die umliegenden Orte für den in der kommenden Woche startenden Ostermarkt in strahlendem Glanz erstrahlen zu lassen.
Vielseitige Aufräumarbeiten im gesamten Ort
Die Dorfbewohner sammelten herumliegenden Müll auf, rechen Laub zusammen, entfernten abgeknickte Äste und stellten den Mast auf, an dem die Fahne „Berge hat Zukunft“ hängt. Der Dorf- und Kulturverein „Leben in Berge“ sowie die örtliche Feuerwehr waren wie gewohnt aktiv beteiligt. Heike Mesenberg-Neher kümmerte sich um die aus Baumstämmen gebauten Blumenkübel, reinigte die Beete von Laub und Zigarettenstummeln und pflanzte frische Blumen.
Gegenüber säuberte Elvira Scherfke die Blühwiese mit den zwei Bienenbäumen, wo sie gleich vier Piccolo-Flaschen im hohen Gras fand. „Wenn da jemand mit dem Rasenmäher drübergefahren wäre, hätte es Scherben gegeben“, kommentierte sie. Offenbar lassen manche Menschen, die auf dem Platz vor dem Einkaufszentrum feiern, ihren Müll einfach liegen. Auf dem nahe gelegenen Knorrenberg, einem beliebten Aussichtspunkt, sei die Situation noch problematischer.
Steigende Beteiligung und generationenübergreifendes Engagement
Bürgermeisterin Susanne Scherfke-Weber, die wie jedes Jahr teilnahm, berichtete, dass einige Dörfer wie Muggerkuhl bereits am Vormittag begonnen hatten. „Ich war schon das Brötchen- und Wursttaxi“, erzählte sie. Während letztes Jahr rund 120 Bewohner in allen Ortsteilen geholfen hatten, waren diesmal in Berge selbst mehr Menschen aktiv. Auch auf dem Lindenplatz hinter der Feuerwehr hatten Helfer bereits am Vormittag mit Laubrechen, Harken und anderen Geräten gearbeitet, um den Platz von Laub, Ästen und winterlichen Überresten zu befreien.
Ortswehrführer Thomas Eggebrecht erwähnte die Beteiligung der Karnevalsgesellschaft und Teile der Feuerwehr. Nachdem sie den Platz vor dem Gerätehaus auf Vordermann gebracht hatten, widmeten sie sich nun dem Lindenplatz, auf dem die Jugendfeuerwehr ihre Löschangriffe übt, und dem Kriegerdenkmal. Für die Bäume wurden Hackschnitzel bereitgestellt, und ein Bagger beseitigte Reifenspuren auf dem Rasen. Der Pflegedienst Lenz und Privatpersonen stellten Fahrzeuge zur Verfügung.
Feierlicher Ausklang und Aktivitäten in den Nachbardörfern
Ab 17 Uhr kamen alle fleißigen Helfer zum Grillen an der Feuerwehr zusammen. In Kleeste, wo ebenfalls kräftig angepackt wurde, berichtete Gemeindevertreterin Karina Jäkel von einem generationenübergreifenden Einsatz. Am Rundling in der Dorfmitte wurde Laub geharkt, der Teich gesäubert und Sträucher zurückgeschnitten. Die älteste Dorfbewohnerin Dorothea Hansen (95) war ebenso vertreten wie die sechsjährige Smilla und die achtjährige Lucia, die unter anderem die Tischtennisplatte säuberten.
Weiter nördlich in Grenzheim befreiten rund zehn Anwohner ihren Teich von Schilf. „Nächste Woche kommen wir nochmals zusammen, um ihn von innen zu säubern“, erklärte Thomas Scherr. Auf dem Dorfplatz lodert bereits ein Feuer, und auch hier planten die Bewohner, den arbeitsreichen Tag gemütlich ausklingen zu lassen. Diese gemeinschaftlichen Aktionen stärken nicht nur das Dorfleben, sondern bereiten die Gemeinde optimal auf den bevorstehenden Ostermarkt vor.



