Inklusionsmobil bringt paralympischen Sport nach Anklam
Wenn das Inklusionsmobil des Deutschen Behindertensportverbandes seine Türen öffnet, verwandelt sich jede Location in eine lebendige Sportarena für Menschen mit Beeinträchtigungen. Im Anklamer Volkshaus erlebten Schüler der ersten bis achten Klasse der Kleeblattschule einen besonderen Tag, der ganz im Zeichen von Bewegung und Gemeinschaft stand.
Praktische Erfahrungen mit verschiedenen Beeinträchtigungen
An mehreren Stationen konnten die Kinder aktiv erfahren, wie Sport mit unterschiedlichen Voraussetzungen funktioniert. Beim Rollstuhl-Parcours lernten sie, wie geschickt man sich mit diesem Hilfsmittel fortbewegen kann. Eine besondere Herausforderung bot die Station mit blickdichten Brillen, wo sehende Schüler ihre Mitschüler blind durch einen Parcours führen mussten – ein eindrucksvolles Erlebnis für das Verständnis von Sehbehinderungen.
Nationalspieler Morice Köntopp als besonderer Gast
Als absoluter Höhepunkt des Tages erwies sich der Besuch von Jugendnationalspieler Morice Köntopp aus Rostock. Der Goalball-Profi führte die Schüler in die Besonderheiten dieser paralympischen Sportart ein, die speziell für Menschen mit Sehbehinderungen entwickelt wurde. Alle Spieler tragen dabei lichtundurchlässige Brillen, um Chancengleichheit zu gewährleisten, und orientieren sich am Geräusch des Klingelballs.
Nachhaltige Impulse für Schule und Verein
Die kommissarische Schulleiterin Anna Hoffmann betonte die Bedeutung solcher Aktionen: „Besonders deshalb war dieses Angebot gewinnbringend für Schüler und Pädagogen, um neue Eindrücke und sportliche Ideen zu bekommen.“ Sie wies darauf hin, dass die Integration von Schülern mit Förderschwerpunkten in Sportvereinen noch deutlich ausbaufähig sei. Das Inklusionsmobil schaffe hier wichtige Brücken und zeige praktische Möglichkeiten auf.
Die Begeisterung der Kleeblattschüler war deutlich spürbar, als sie selbst den großen Klingelball ins Tor beförderten. Solche Erlebnisse tragen nachhaltig dazu bei, Barrieren im Kopf abzubauen und das Verständnis für inklusiven Sport zu fördern.



