Karneval-Finale an der Müritz: 1400 Narren feiern Landespräsidententreffen in Waren
Die Luft bebte beim 34. Landespräsidententreffen des Karneval-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern (KLMV) im größten Festzelt, das der Warener Festplatz je gesehen hat. Rund 1400 Gäste, darunter die Präsidenten aus 68 Karnevalsvereinen des Landes, versammelten sich zu diesem karnevalistischen Höhepunkt, der zugleich den 70. Geburtstag des Carneval Club Waren (CCW) markierte. Mit einem kräftigen „MV-Helau“ wurden die Narren begrüßt, die aus allen Ecken Mecklenburg-Vorpommerns angereist waren.
Ein historisches Ereignis für die Karnevalstradition
Dieses Treffen entwickelte sich zum bislang größten Landespräsidententreffen in der Karnevalsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns. Das karnevalistische Kulturprogramm, das die Warener gemeinsam mit ihren Gästen vorbereitet hatten, erstreckte sich über gut drei Stunden mit Gesang und Tanz. Nach dem offiziellen Teil konnten die Teilnehmer gegen 14 Uhr ihre Narrenkappen ablegen und sich dem gemütlichen Teil widmen, der gleichzeitig die Geburtstagsfeier des CCW darstellte.
Für alle anwesenden Präsidenten gab es besondere Orden zur Erinnerung an dieses einzigartige Ereignis an der Müritz. Peter Nordengrün, ehemaliger Vizepräsident des Landesverbandes und heutiger Vorsitzender des Ehrenrates des KLMV, lobte die Organisatoren: „Die Warener haben sich von der Bewerbung bis zur Durchführung ins Zeug gelegt, um so vielen Karnevalisten aus Mecklenburg-Vorpommern die Möglichkeit zu geben, gemeinsam den Abschluss der Session zu feiern.“
Herausforderung und Erfolg für den Carneval Club Waren
Für den Warener Verein mit knapp 50 Mitgliedern stellte die Ausrichtung dieses Großereignisses eine enorme Herausforderung dar. Bis zum letzten Moment gab es viel zu organisieren. Maria Jendrasik, Präsidentin des CCW, berichtete: „Heute Morgen war es noch etwas stressig, weil einige Vereine mit mehr Gästen angereist sind als angemeldet.“ Kurzfristig musste umorganisiert werden, um allen 1400 Besuchern im Festzelt einen Platz zu bieten.
Dennoch zog Jendrasik ein positives Fazit: „Es hat sich auf jeden Fall gelohnt: 1400 Menschen, die ohne einen bösen Gedanken feiern – das ist prima.“ Trotz des erfolgreichen Abschlusses steht für sie bereits der nächste Termin im Kalender: Am 27. Februar feiert der Plastener Karneval Club. Nach einer kurzen Pause folgt dann die nächste Vorstandssitzung zur Vorbereitung der kommenden Session.
Prominente Unterstützung und Anerkennung
Ebenfalls zu Gast war Stefanie Drese, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern und aktuelle Trägerin des Spaßvogelordens. Dieser wurde ihr verliehen, weil sie „den Karneval im Herzen trägt“. Die Ministerin sprach den Karnevalisten ihren Respekt für ihr ehrenamtliches Engagement aus und würdigte ihren Beitrag zur Gemeinschaft.
Norbert Möller, Bürgermeister von Waren, dankte den Aktiven für die Pflege der karnevalistischen Tradition und lud die Gäste ein, die Stadt auch außerhalb der närrischen Zeit wieder zu besuchen – dann ohne Karnevalskappe und angesichts der Größe des Festzeltes auch ohne „überdachten Festplatz“. Das Festzelt selbst war das größte, das jemals auf dem Warener Festplatz aufgestellt wurde, und bot den perfekten Rahmen für dieses karnevalistische Finale.
Unter den kreativen Kostümen der Gäste befand sich auch ein Trio der dunklen Fee Maleficent vom Dömitzer Carneval Club, das die Vielfalt und Fantasie der mecklenburgischen Karnevalstradition unterstrich. Das Landespräsidententreffen in Waren markierte nicht nur den krönenden Abschluss der Karnevalssession, sondern setzte mit seiner Rekordbeteiligung neue Maßstäbe für das Vereinsleben in Mecklenburg-Vorpommern.



