Neue vertragliche Grundlage für Zusammenarbeit in Malchow
Die Stadt Malchow hat mit dem Kultur- und Sportring (KSR) eine neue Zuwendungsvereinbarung abgeschlossen, die den bisherigen Vertrag aus dem Jahr 2002 ersetzt. Diese Vereinbarung soll laut Verwaltung alle aktuellen Beziehungen zwischen Stadt und Verein besser abbilden und sowohl vertragliche Sicherheit als auch steuer- und kommunalrechtliche Aspekte regeln.
Transparenz und Planungssicherheit im Fokus
Bürgermeister René Putzar betonte in der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter, dass der KSR in den vergangenen Jahren eine große Strahlkraft für Malchow entwickelt habe. Der Verein organisiert zahlreiche Angebote wie:
- Kino- und Veranstaltungsbetrieb in der Werleburg
- Strandversorgung und Touristeninformation
- Bibliotheksbetrieb
- Verantwortung für die Eishalle
„Diese positive Entwicklung bedeutet auch eine Veränderung in den Anforderungen des Managements und der Organisation“, erklärte Putzar. Die neue Vereinbarung schaffe einen transparenten Rahmen, der beiden Seiten Planungssicherheit gebe.
Gerüchte um Finanzlücken werden ausgeräumt
Der Bürgermeister wies in diesem Zusammenhang Gerüchte zurück, wonach dem Verein 700.000 Euro fehlten und Geschäftsführer Daniel Finn sich mit Geldern abgesetzt habe. „Das ist falsch, er ist ja heute hier, um sich seiner Verantwortung zu stellen“, sagte Putzar und fügte scherzhaft hinzu: „Vielleicht hat er ja heute die Kasse dabei.“
Tatsächlich sei bei der Anschaffung einer neuen Kältemaschine für die Eishalle im Jahr 2025 eine Finanzierungsbedingung übersehen worden. Dadurch entstanden Zusatzkosten in Höhe von 131.000 Euro, die in Abstimmung mit der Stadtvertretung einmalig gewährt wurden und der Anfangsrate für die Anlage dienten.
Verbesserte Prozesse und unabhängige Prüfung
Der Vorgang wird derzeit ausgewertet, wobei die Aufarbeitung bis zum Sommer abgeschlossen sein soll. „Damit das nicht noch einmal passiert, hat die Verwaltung mit dem Kultur- und Sportring und mit der Politik verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um die Prozesse zu verbessern“, erklärte Putzar.
Aus der Politik gab es Zustimmung zum eingeschlagenen Weg. CDU-Stadtvertreter Michael Meyer begrüßte insbesondere, dass der KSR künftig für alle Einrichtungen getrennte Gewinn- und Verlustrechnungen vorlegen soll. Er forderte jedoch, dass diese Abschlüsse von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer und nicht nur von einem Steuerberater geprüft werden. Mit dieser Ergänzung stimmten die Stadtvertreter der Vorlage zu.
Langjährige Vorbereitung der neuen Vereinbarung
Nach Angaben von Stadtrat Michael Fichtner wurden Gespräche über eine Überarbeitung der Vereinbarung bereits 2022 geführt. Hintergrund waren steuerliche Bewertungen und das Ziel, die Gemeinnützigkeit des Vereins zu sichern. Auf dieser Grundlage wurde die nun vorliegende Vereinbarung erarbeitet, die vor allem mehr Transparenz in der Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kultur- und Sportring bringen soll.
Die neue Vereinbarung stellt klar, welche Aufgaben der KSR künftig für die Stadt übernimmt und welche finanziellen Leistungen die Stadt dafür erbringt. Damit soll nicht nur die aktuelle Zusammenarbeit gestärkt, sondern auch die Grundlage für zukünftige Projekte in Malchow geschaffen werden.



