Rewe-Markt in Anklam unterstützt Theater-Sanierung mit Pfand-Spendenaktion
Rewe-Markt fördert Anklamer Theater mit Pfandaktion

Rewe-Markt in Anklam unterstützt Theater-Sanierung mit innovativer Pfand-Spendenaktion

Eine beispielhafte Initiative für die Kulturförderung hat der Rewe-Markt in Anklam gestartet. Durch eine kreative Leergut-Spendenaktion konnten insgesamt 211 Euro für die dringend benötigte Sanierung des Anklamer Theaters gesammelt werden. Markt-Chefin Melanie Patzer überreichte den symbolträchtigen Scheck persönlich an das Führungsduo der Vorpommerschen Landesbühne, Anna Engel und Andreas Flick.

Kunden werden zu Kulturförderern durch Pfandbons

Die ungewöhnliche Spendenaktion lief von Ende September bis Anfang Januar in dem Anklamer Supermarkt. Kunden hatten während dieses Zeitraums die Möglichkeit, ihre Pfandbons nicht wie gewohnt einzulösen, sondern stattdessen in eine speziell aufgestellte Box für das Theater zu werfen. Diese einfache Geste verwandelte alltägliche Einkäufe in einen Beitrag für die Stadtenwicklung.

Melanie Patzer betonte bei der Übergabe, dass dies einerseits als Dankeschön für die bereits erfolgte Nutzung der Theaterräumlichkeiten für eine Mitarbeiterveranstaltung gedacht war. Andererseits bot sich den Kunden so eine konkrete Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung ihrer Stadt mitzuwirken. „Ich selbst bin zwar keine ausgewiesene Theatergängerin“, gestand die Marktleiterin, „aber kulturell bin ich sehr interessiert und unterstütze solche Projekte gerne.“

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Wichtiger Beitrag zur Millionen-Sanierung

Für die Vorpommersche Landesbühne kommt die Spende zum idealen Zeitpunkt. Der kaufmännische Geschäftsführer Andreas Flick erklärte, dass die 211 Euro dazu beitragen sollen, den erforderlichen Eigenanteil an der umfangreichen Theater-Sanierung aufzubringen. Insgesamt sind für die Baumaßnahmen am Anklamer Theater Investitionen in Höhe von zwei Millionen Euro geplant.

Darüber hinaus zeigte sich Flick erfreut über die positive Entwicklung der Theaterumgebung seit der Ansiedlung des Rewe-Marktes. Die Gegend sei wesentlich belebt worden, was auch dem Theater zugutekomme. Ein besonderes historisches Detail: In den Gebäuden des ehemaligen Waagenbaus, in denen heute Teile des Marktes untergebracht sind, waren lange Zeit große Teile des Theater-Fundus gelagert.

Nachbarschaftliche Solidarität mit großer Wirkung

Diese Aktion demonstriert eindrucksvoll, wie lokales Engagement und nachbarschaftliche Solidarität konkret zur Kulturförderung beitragen können. Aus kleinen Pfandbeträgen entstand durch die Beteiligung vieler Kunden eine nennenswerte Summe, die nun in die Erhaltung eines wichtigen kulturellen Zentrums der Region fließt.

Die Leergut-Spende des Rewe-Marktes zeigt, dass Kulturförderung nicht immer von großen Institutionen oder staatlichen Stellen ausgehen muss. Auch der Einzelhandel und die Bürger vor Ort können durch kreative Ideen und gemeinsames Engagement wertvolle Beiträge leisten. Für Anklam bedeutet dies einen doppelten Gewinn: eine gestärkte Nachbarschaft und ein erhaltenes Theater als kultureller Mittelpunkt.

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