Minister Tabbert überreicht 1,4 Millionen Euro für Uckermarker Straßenbauprojekte
Brandenburgs Infrastrukturminister Detlef Tabbert (65) hat an seinem vorletzten Arbeitstag im Amt ein bedeutendes finanzielles Geschenk für die Uckermark mitgebracht. Knapp 1,4 Millionen Euro an Fördermitteln übergab er persönlich in der Kreisverwaltung für dringend notwendige Straßenbauarbeiten in zwei Gemeinden der Region.
Konkrete Maßnahmen für Bruchhagen und Warnitz
Die Förderbescheide in Höhe von 581.000 Euro für Bruchhagen und 558.000 Euro für Warnitz sollen die Verkehrssituation in beiden Orten nachhaltig verbessern. In Bruchhagen, wo die Straße laut Anwohnern tatsächlich an den Ortsnamen erinnert, wird die Ortsdurchfahrt K 7305 auf etwa 340 Metern Länge grundlegend erneuert. Das vorhandene Natursteinpflaster wird aufgearbeitet und durch seitliche Asphaltstreifen ergänzt.
In Warnitz am Oberuckersee, einem beliebten Urlauberziel, steht die Sanierung der Lindenallee auf dem Programm. Auf 600 Metern Länge erhält die Fahrbahn einen neuen Asphaltbelag, während Parkplätze und Gehwege mit Betonsteinpflaster ausgestattet werden. Besonders wichtig ist die Verbesserung der Entwässerung, da bisherige Probleme bei Regenfällen zu stehenden Gewässern auf der Straße führten.
Mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Region
„Bei allen Investitionen in Straßen, Rad- oder Gehwege geht es auch um mehr Sicherheit und Lebensqualität für die Menschen in unserem Land“, betonte Minister Tabbert bei der Übergabe. Die Fördermittel basieren auf der Richtlinie zur Förderung von Investitionen im kommunalen Straßenbau und unterstützen kommunale Straßenbaulastträger bei der Umsetzung der brandenburgischen „Mobilitätsstrategie 2030“.
Tabbert zeigte sich überzeugt, dass auch die neue Landesregierung an dieser Förderpolitik festhalten werde. Für ihn persönlich war die Übergabe in der Uckermark ein besonderes „Heimspiel“, da er früher selbst als Templiner Bürgermeister in der Region tätig war.
Emotionale Verabschiedung und zukünftige Pläne
Landrätin Karina Dörk (CDU) bedankte sich nicht nur für die finanziellen Mittel, sondern überreichte dem scheidenden Minister ein persönliches Abschiedsgeschenk: einen Bildband über die Uckermark und eine besondere Sanduhr, die nach oben läuft – als Symbol für die Hoffnung auf noch viel Zeit im Ruhestand. „Ich habe ihn vor allem als aktiven Mitstreiter für unser gemeinsames ‚Lieblingsprojekt‘, den kostenfreien Schülerverkehr, erlebt“, so Dörk.
Tabbert betonte, dass er zwar Uckermärker bleibe, aber weder in der haupt- noch ehrenamtlichen Kommunalpolitik künftig eine Funktion anstrebe. Stattdessen will er sich ehrenamtlich in der Berliner Stadtmission und für den Fußballclub SC Viktoria Templin engagieren.
Weitere Infrastrukturprojekte in Planung
Die erhaltenen Fördermittel sind nur der Anfang weiterer Infrastrukturvorhaben in der Uckermark. Bereits geplant ist der sechs Millionen Euro teure Ausbau der Straße zwischen Eickstedt und Wollin. Bauamtsleiterin Petra Schwanke hofft zudem auf die baldige Realisierung des seit Jahren überfälligen Bauvorhabens der L 25 zwischen Damme und Schmölln.
Die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur bleibt damit ein zentrales Thema für die Entwicklung der Uckermark, wobei die nun bereitgestellten Mittel einen wichtigen Schritt in Richtung sichererer und komfortablerer Straßenverhältnisse darstellen.



