Massive Geschwindigkeitskontrollen auf A20: 34 Fahrverbote nach Raser-Überprüfung bei Pasewalk
Die Polizei hat bei einer großangelegten Geschwindigkeitskontrolle auf der A20 bei Pasewalk alarmierende Ergebnisse dokumentiert. Während eines zehnstündigen Einsatzes auf der Ueckertalbrücke wurden insgesamt 310 Raser identifiziert, von denen 34 Fahrer nun mit einem Fahrverbot rechnen müssen.
Jedes fünfte Fahrzeug überschritt Tempolimit
Die Beamten kontrollierten am vergangenen Sonntag zwischen 8 und 18 Uhr die Geschwindigkeit von 1.575 Fahrzeugen auf der wichtigen Verkehrsader. Erschreckend: Jedes fünfte kontrollierte Auto überschritt die erlaubte Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h auf der Brückenkonstruktion. Die Polizei leitete daraufhin 168 Bußgeldverfahren und 142 Verwarngeldverfahren gegen die Verkehrssünder ein.
Extremfall mit 175 km/h und drastischen Konsequenzen
Besonders gravierend war der Fall eines Pkw-Fahrers, der mit etwa 175 km/h gemessen wurde – mehr als das Doppelte der erlaubten Geschwindigkeit. Diesem Raser drohen nun drei Monate Fahrverbot, ein Bußgeld von 740 Euro sowie zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg. Die weiteren 33 Fahrer, die ebenfalls Fahrverbote erhalten, müssen mit mindestens 350 Euro Bußgeld und zwei Punkten rechnen.
Polizei warnt vor erhöhtem Unfallrisiko
Die Polizei nutzte die Gelegenheit, um nochmals eindringlich an alle Autofahrer zu appellieren, sich strikt an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen zu halten. „Überhöhte Geschwindigkeit zählt weiterhin zu den häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr“, betonten die Beamten. Besonders bei nassen Fahrbahnverhältnissen stelle nicht angepasste Geschwindigkeit ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko dar.
Die Kontrollmaßnahme auf der A20 bei Pasewalk zeigt deutlich, dass trotz wiederholter Warnungen und Aufklärungskampagnen weiterhin viele Fahrer die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten. Die Polizei kündigte an, solche Kontrollen in der Region fortzusetzen, um die Verkehrssicherheit auf den Autobahnen Mecklenburg-Vorpommerns zu gewährleisten.



