A24 für 50 Stunden voll gesperrt: 17 Kilometer gesperrt, Staus in Mecklenburg-Vorpommern
Die Autobahn 24, eine wichtige Verbindung zwischen Hamburg und Berlin, ist auf knapp 17 Kilometern in Mecklenburg-Vorpommern in beide Richtungen voll gesperrt worden. Die Sperrung begann am Nachmittag und soll für insgesamt 50 Stunden andauern, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Grund für diese umfangreiche Maßnahme sind dringende Brückenbauarbeiten in der Nähe der Ortschaft Lüblow.
Details zur Vollsperrung und Umleitungen
Die Vollsperrung startete um 14.00 Uhr und wird voraussichtlich bis Donnerstag, 16.00 Uhr, andauern. Betroffen ist der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hagenow und Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Bereits am Nachmittag bildeten sich erste Staus, wobei der ADAC jeweils zwei Kilometer in jeder Richtung meldete. Der Zeitverlust wurde für die Fahrtrichtung Berlin auf mindestens 58 Minuten und in Richtung Hamburg auf mindestens 17 Minuten beziffert.
Für Fahrer in Richtung Berlin ist eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke eingerichtet, bei der die Autobahn an der Anschlussstelle Hagenow verlassen und in Wöbbelin wieder aufgefahren werden muss. In Richtung Hamburg muss die A24 an der Anschlussstelle Wöbbelin verlassen werden. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Sicherheit während der Bauarbeiten zu gewährleisten.
Vierte und längste Vollsperrung des Jahres
Es handelt sich bereits um die vierte Vollsperrung in diesem Bereich seit Jahresbeginn und zugleich die bisher längste. Im Januar war die A24 an drei Tagen für jeweils sieben bis acht Stunden gesperrt, um zwei Brückenbaustellen einzurichten. Der aktuelle Grund für die Sperrung ist der Abriss einer alten, maroden Brücke bei Lüblow. Dabei wird die Brücke in 14 einzelne Teile zerlegt, die jeweils 20 bis 30 Tonnen schwer sind. Diese werden mit Hilfe zweier Kräne herausgehoben, auf Tieflader verladen und abtransportiert. Unter diesen schwebenden Lasten können keine Autos durchfahren, was die Vollsperrung unumgänglich macht.
Weitere Sperrungen und zukünftige Maßnahmen
Voraussichtlich Ende Februar soll eine ähnliche Vollsperrung für die zweite marode Brücke im Abschnitt bei Alt Zachun erfolgen. Ein Sprecher der Autobahn GmbH erklärte, dass dann erneut eine Vollsperrung nötig sein wird. Anschließend werden bei Neu Zachun und Lüblow zwei Behelfsbrücken errichtet, um die alten, beschädigten Brücken zu ersetzen. Dies soll verhindern, dass es in Zukunft aufgrund von Brückenschäden zu langen und massiven Behinderungen auf der Strecke kommt. Die Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Instandhaltungsprogramms, um die Verkehrssicherheit und -effizienz auf der A24 langfristig zu verbessern.



