A24 für 50 Stunden voll gesperrt: Längste Vollsperrung des Jahres trifft Hamburg-Berlin-Verbindung
A24: 50-Stunden-Vollsperrung bei Lüblow - längste 2026

A24 für 50 Stunden voll gesperrt: Längste Vollsperrung des Jahres trifft Hamburg-Berlin-Verbindung

Die wichtige Verkehrsader zwischen Hamburg und Berlin, die Autobahn 24, ist auf einer Länge von knapp 17 Kilometern in Mecklenburg-Vorpommern in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Diese umfangreiche Vollsperrung begann am Nachmittag und soll insgesamt 50 Stunden andauern, wie die Autobahn GmbH des Bundes mitteilte. Grund für die massive Verkehrseinschränkung sind dringend notwendige Brückenbauarbeiten in der Nähe der Ortschaft Lüblow.

Zeitlicher Rahmen und betroffener Abschnitt

Die Sperrung wurde um 14:00 Uhr aktiviert und wird voraussichtlich bis Donnerstag, 16:00 Uhr aufrechterhalten. Betroffen ist der Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Hagenow und Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Bereits am ersten Nachmittag der Maßnahme bildeten sich erste erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Erste Staus und Umleitungsempfehlungen

Der ADAC meldete am ersten Tag der Sperrung jeweils zwei Kilometer Stau in jeder Richtung. Für Fahrten in Richtung Berlin bezifferte der Automobilclub den Zeitverlust auf mindestens 58 Minuten, während in Richtung Hamburg mit mindestens 17 Minuten zusätzlicher Fahrzeit gerechnet werden muss. Autofahrer in Richtung Berlin müssen die Autobahn an der Anschlussstelle Hagenow verlassen und eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke nutzen, bevor sie in Wöbbelin wieder auffahren können. In der Gegenrichtung, also Richtung Hamburg, ist der Verlassen der A24 an der Anschlussstelle Wöbbelin erforderlich.

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Vierte und bisher längste Vollsperrung in diesem Jahr

Es handelt sich bereits um die vierte Vollsperrung in diesem Bereich seit Beginn des Jahres 2026 – und zugleich um die mit Abstand längste. Bereits an drei Tagen im Januar war die A24 wegen der Einrichtung von zwei Brückenbaustellen für jeweils sieben bis acht Stunden gesperrt gewesen. Die aktuelle Maßnahme übertrifft diese Dauer jedoch deutlich.

Hintergrund: Abbruch einer maroden Brücke

Laut einem Sprecher der Autobahn GmbH ist der Grund für die aktuelle Sperrung der Abbruch der alten, maroden Brücke bei Lüblow. Dabei wird die Brücke in 14 einzelne Teile zerlegt, die jeweils ein Gewicht von 20 bis 30 Tonnen aufweisen. Diese schweren Elemente werden mit Hilfe zweier Kräne herausgehoben, auf Tieflader verladen und abtransportiert. Unter diesen schwebenden Lasten ist ein Durchfahren für Autos nicht möglich, was die vollständige Sperrung des Abschnitts erforderlich macht.

Weitere Sperrung zum Monatsende geplant

Voraussichtlich Ende Februar soll ein ähnliches Verfahren mit der zweiten maroden Brücke in diesem Abschnitt bei Alt Zachun durchgeführt werden. Dann wird erneut eine Vollsperrung der A24 notwendig sein, wie der Sprecher bestätigte. Anschließend werden bei Neu Zachun und Lüblow zwei Behelfsbrücken errichtet, die die aktuell in schlechtem Zustand befindlichen Bauwerke ersetzen sollen.

Ein Unternehmenssprecher erklärte vor Beginn der Arbeiten, dass mit diesen Maßnahmen vermieden werden soll, dass es aufgrund von Brückenschäden zu „langen und massiven Behinderungen auf der Strecke“ kommen könnte. Die aktuellen Einschränkungen stellen somit präventive Maßnahmen dar, um langfristig einen reibungsloseren Verkehrsfluss auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zu gewährleisten.

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