A24 für 50 Stunden voll gesperrt: Längste Brückenbau-Unterbrechung zwischen Hamburg und Berlin
Die Autobahn 24, eine der wichtigsten Verkehrsadern zwischen Hamburg und Berlin, ist auf einer Strecke von knapp 17 Kilometern in Mecklenburg-Vorpommern für volle 50 Stunden gesperrt. Diese umfangreiche Vollsperrung betrifft beide Fahrtrichtungen und stellt die vierte sowie längste Unterbrechung in diesem Bereich seit Jahresbeginn dar. Die Maßnahme begann am Mittwochnachmittag um 14:00 Uhr und soll voraussichtlich bis Donnerstag, 16:00 Uhr andauern.
Betroffener Abschnitt und Umleitungen
Konkret ist der Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Hagenow und Wöbbelin im Landkreis Ludwigslust-Parchim vollständig gesperrt. Für Fahrer in Richtung Berlin bedeutet dies, dass sie die A24 an der Anschlussstelle Hagenow verlassen müssen und eine ausgeschilderte Umleitungsstrecke nutzen sollten, bevor sie in Wöbbelin wieder auffahren können. In entgegengesetzter Richtung, also nach Hamburg, muss die Autobahn an der Anschlussstelle Wöbbelin verlassen werden.
Die Sperrung ist notwendig, um Brückenbauarbeiten in der Nähe der Ortschaft Lüblow durchführen zu können. Die Autobahn GmbH des Bundes hat diese Maßnahme angeordnet, um zwei Behelfsbrücken bei Neu Zachun und Lüblow zu errichten. Diese sollen bestehende Brücken ersetzen, die sich laut Unternehmensangaben bereits in einem schlechten Zustand befinden.
Hintergrund der wiederholten Sperrungen
Es handelt sich bereits um die vierte Vollsperrung in diesem Bereich seit Beginn des Jahres. Im Januar war die A24 an drei Tagen für jeweils sieben bis acht Stunden gesperrt, um die Einrichtung von zwei Brückenbaustellen vorzubereiten. Ursprünglich war geplant, dass nach dieser Vorbereitungsphase der Verkehr für sechs Monate an den Baustellen vorbeigeleitet werden sollte, wobei jeweils eine Fahrspur in jede Richtung befahrbar bleiben würde.
Warum nun eine weitere, deutlich längere Vollsperrung erforderlich ist, wurde von der Autobahn GmbH zunächst nicht detailliert erläutert. Ein Unternehmenssprecher hatte vor Beginn der Arbeiten erklärt, dass mit den neuen Behelfsbrücken vermieden werden soll, dass es aufgrund von Brückenschäden zu „langen und massiven Behinderungen auf der Strecke“ kommen könnte.
Diese umfangreiche Sperrung trifft insbesondere Pendler hart, die regelmäßig zwischen Hamburg und Berlin unterwegs sind. Die Autobahn 24 ist eine der wichtigsten Verbindungen zwischen den beiden Metropolen und verzeichnet normalerweise ein hohes Verkehrsaufkommen. Die aktuelle 50-stündige Vollsperrung stellt die bisher längste Unterbrechung in diesem Jahr dar und erfordert von allen Verkehrsteilnehmern erhöhte Aufmerksamkeit und Geduld.



