Schwerer Verkehrsunfall auf Bundesstraße 105 bei Rostock
Bei einem folgenschweren Auffahrunfall auf der Bundesstraße 105 in der Nähe von Rostock sind am Donnerstagabend vier Personen verletzt worden, darunter ein Schwerverletzter. Die Polizei geht davon aus, dass ein 79-jähriger Autofahrer das Ende eines Staus aufgrund von Blendung durch die tiefstehende Abendsonne zu spät erkannte und mit seinem Fahrzeug auffuhr.
Kettenreaktion mit vier beteiligten Fahrzeugen
Der initiale Aufprall löste eine unglückliche Kettenreaktion aus, bei der insgesamt vier Pkw in die Kollision verwickelt wurden. Die genaue Abfolge der weiteren Auffahrunfälle wird derzeit von den Ermittlern rekonstruiert. Die Rettungskräfte waren umgehend vor Ort, um die Verletzten zu versorgen und die Unfallstelle abzusichern.
Die Polizei schätzt den gesamten Sachschaden auf etwa 93.000 Euro. Aufgrund der Schwere des Unfalls und der erforderlichen Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Bundesstraße 105 in Fahrtrichtung Bargeshagen für rund zweieinhalb Stunden vollständig gesperrt werden. Dies führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr.
Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung
Gegen den 79-jährigen Unfallverursacher leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr ein. Die Beamten betonten, dass Blendung durch die Sonne, insbesondere in den Abendstunden, eine häufige Unfallursache darstellt und zu erhöhter Aufmerksamkeit mahnt.
Die genauen Umstände, ob möglicherweise weitere Faktoren wie Geschwindigkeit oder Ablenkung eine Rolle spielten, werden im Zuge der weiteren Ermittlungen geklärt. Alle Beteiligten wurden befragt und die Fahrzeuge forensisch untersucht.
Die Polizei Rostock appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich bei tiefstehender Sonne besonders vorsichtig zu verhalten, die Sonnenblende zu nutzen, eine Sonnenbrille aufzusetzen und stets ausreichend Sicherheitsabstand zu halten, um ähnliche Unfälle in Zukunft zu vermeiden.



