Deutsche Bahn meldet Fortschritte bei Reparatur defekter Rolltreppen an Bahnhöfen
Seit etwa vier Wochen stehen zahlreiche Rolltreppen an deutschen Bahnhöfen still, darunter besonders viele am Berliner Hauptbahnhof. Grund für die Ausfälle ist ein komplexer Getriebedefekt, der bundesweit 70 von insgesamt 1.000 Anlagen betrifft. Die Deutsche Bahn hat nun weitere Fortschritte bei den Reparaturarbeiten vermeldet, obwohl konkrete Zahlen noch nicht genannt wurden.
Fortschritte am Berliner Hauptbahnhof und bundesweit
Laut Angaben des bundeseigenen Konzerns funktionieren auf allen Ebenen des Berliner Hauptbahnhofs inzwischen wieder einzelne Rolltreppen. Dies ermöglicht Reisenden, stufenlos von der obersten bis in die unterste Etage zu gelangen. Die Technikteams der Bahn und des Herstellers Kone arbeiten weiterhin unter Hochdruck daran, weitere Fahrtreppen so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.
Im restlichen Bundesgebiet sind viele der stillgelegten Rolltreppen bereits wieder funktionsfähig, wie die Bahn mitteilte. Rund die Hälfte der bundesweit betroffenen Anlagen befindet sich am Berliner Hauptbahnhof, der mit dem höchsten Reiseaufkommen Deutschlands einen besonderen Fokus der Reparaturbemühungen darstellt.
Ursachen und Herausforderungen der Reparaturen
Die Probleme begannen vor etwa vier Wochen und betrafen neben dem Hauptbahnhof auch den Bahnhof Südkreuz in Berlin. Die Reparaturen gestalten sich aufgrund des spezifischen Getriebedefekts als äußerst anspruchsvoll. Für die Instandsetzung werden speziell geschulte Fachleute benötigt, und das Tempo der Arbeiten hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit erforderlicher Ersatzteile für Getriebekomponenten ab.
Normalerweise gelten für diese Teile lange Bestellfristen von meist mehreren Monaten, was die Reparaturdauer zusätzlich verlängern kann. Wann alle betroffenen Anlagen wieder vollständig funktionieren, bleibt daher weiterhin ungewiss.
Unterstützung für Reisende vor Ort
Um die Auswirkungen auf die Reisenden zu mildern, setzt die Deutsche Bahn Service-Mitarbeiter ein, die beim Koffertragen und der Orientierung helfen. Mehr als 40 Beschäftigte sind dafür im Schichtbetrieb im Einsatz, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.
Die Situation unterstreicht die Bedeutung einer zuverlässigen Bahninfrastruktur und die Herausforderungen, die bei unerwarteten technischen Defekten in hochfrequentierten Verkehrsknotenpunkten entstehen können.



