Monatelange Sperrungen: Bahnstrecke Dresden-Prag bis 2027 im Bau
Bahnstrecke Dresden-Prag bis 2027 gesperrt

Bahnstrecke Dresden-Prag: Umfangreiche Sanierung bis 2027 führt zu monatelangen Sperrungen

Reisende zwischen Dresden und Prag müssen sich in den kommenden Monaten auf erhebliche Beeinträchtigungen einstellen. Die Deutsche Bahn hat umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der Strecke angekündigt, die bis November 2027 andauern werden. Diese Maßnahmen führen zu regelmäßigen Sperrungen und erfordern umfangreichen Ersatzverkehr.

Details zu den Sperrungen und Alternativen

Bis zum kommenden Sonntag, dem 22. März, ist die Strecke zwischen Bad Schandau und Schöna täglich von 9 bis 17 Uhr komplett gesperrt. Anschließend wird es bis November 2027 jeden Montag eine Totalsperrung von 9 bis 19 Uhr geben. Die Fernzüge auf der Linie Berlin-Dresden-Prag verkehren dann nur noch zwischen Berlin und Dresden sowie zwischen Decin und Prag. Im Abschnitt zwischen Dresden und Usti nad Labem werden Ersatzbusse eingesetzt, wobei der Halt in Bad Schandau entfällt.

Auch der Regionalverkehr ist betroffen: Auf den Linien S1 und U28 gibt es zwischen Bad Schandau und Schmilka beziehungsweise Decin Ersatzverkehr. Die Bahn empfiehlt allen Reisenden, sich vor Antritt der Fahrt in den digitalen Auskunftsmedien über aktuelle Verbindungen zu informieren.

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Weitere geplante Einschränkungen

Bereits angekündigt sind weitere Sperrungen. Von 14. bis 19. April wird die Strecke erneut täglich von 9 bis 17 Uhr gesperrt sein. Zusätzlich kommen von 13. bis 29. April Nachtsperrungen hinzu. Über weitere Einschränkungen ab Juni will die Bahn zu einem späteren Zeitpunkt informieren.

Seit Februar laufen zudem Bauarbeiten auf dem nahe gelegenen Abschnitt zwischen Heidenau und Rathen. Dort fahren die Züge noch bis zum 11. April im Gleiswechselbetrieb, und nachts wird die Strecke teilweise gesperrt.

Hintergründe der Sanierungsarbeiten

Im Mittelpunkt der Bauarbeiten steht die Sanierung des Hirschmühlenviadukts direkt an der Grenze zwischen Deutschland und Tschechien. Dort werden Teile der Brückenkonstruktion erneuert. Außerdem verlegt die Bahn neue Kabel und schließt Arbeiten im Güterbahnhof Bad Schandau Ost ab, die den Betriebsablauf verbessern sollen.

Nach Angaben der Deutschen Bahn dienen diese Maßnahmen dazu, die stark befahrene internationale Verbindung langfristig zuverlässiger zu machen. Seit 2014 wird die Strecke umfangreich modernisiert. Es handelt sich laut Bahn um den einzigen elektrifizierten Grenzübergang von Deutschland nach Tschechien im Schienennetz.

Die Sanierung ist Teil eines größeren Projekts zur Verbesserung der Bahninfrastruktur in der Region. Reisende sollten sich auf längere Wartezeiten und Umwege einstellen, während die Arbeiten im Gange sind.

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