Massive Verkehrseinschränkungen auf Norddeutschlands Autobahnen
Autofahrer in Norddeutschland müssen sich in den kommenden Monaten und Jahren auf erhebliche Behinderungen einstellen. Gleich drei wichtige Verkehrsadern – die A1, A7 und A24 – werden durch umfangreiche Bauarbeiten stark beeinträchtigt oder zeitweise vollständig gesperrt. Die Autobahn GmbH des Bundes hat die Maßnahmen angekündigt, die den Verkehr rund um Hamburg und in Richtung Berlin sowie Lübeck massiv beeinflussen werden.
Langfristige Einschränkungen auf A1 und A24
Besonders gravierend sind die langfristigen Auswirkungen auf der A1 zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe. Bis Juni 2028 wird diese Strecke nur noch mit zwei statt drei Fahrstreifen pro Richtung befahrbar sein. Grund dafür sind dringend notwendige Brückensanierungen. Drei Bauwerke müssen komplett erneuert werden, darunter eine Brücke über die Landesstraße 90, eine über die Kreisstraße 79 sowie eine für Rad- und Fußwege. Diese Brücken stammen teilweise noch aus den 1930er Jahren und wurden in den 1960er- und 1970er-Jahren erweitert.
Auch die A24 zwischen Hamburg und Berlin wird stark beeinträchtigt. Ab dem kommenden Montag wird der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hornbek und Gudow an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern in Richtung Berlin bis auf einen Fahrstreifen reduziert. Hier wird eine Lärmschutzwand ausgetauscht. Erst am 8. Juni 2026 soll die Strecke wieder komplett freigegeben werden. Die Autobahn GmbH bittet Verkehrsteilnehmer, diesen Bereich mit besonderer Vorsicht und unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung zu durchfahren.
Wochenend-Vollsperrung der A7 und des Elbtunnels
Für das Wochenende 21./22. März 2026 ist eine 55-stündige Vollsperrung der A7 in Hamburg geplant. Der gesperrte Abschnitt reicht von der Anschlussstelle Hamburg-Heimfeld im Süden bis Hamburg-Stellingen im Norden und ab Samstagabend weiter bis zum Dreieck Hamburg-Nordwest. Damit ist auch der Elbtunnel komplett gesperrt.
Die Autobahn GmbH empfiehlt Autofahrern mit überregionalem Ziel, zwischen dem Horsten Dreieck südlich von Hamburg und der Anschlussstelle Neumünster-Süd alternative Routen zu nutzen:
- Die A1
- Die A21
- Die B205
Die Umleitungsstrecke führt über das Kreuz Bargteheide, südlich der neuen Brücken-Baustelle auf der A1.
Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr
Die Verkehrseinschränkungen haben auch Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr. Über die A24 fahren derzeit Ersatzbusse für die gesperrte Bahnstrecke von Hamburg nach Berlin. Der Zugverkehr zwischen Hamburg und Schwerin soll ab Mitte Mai 2026 wieder aufgenommen werden, der zwischen Hamburg und Berlin ab Mitte Juni.
Die umfangreichen Bauarbeiten sind notwendig, um die marode Infrastruktur zu sanieren und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich frühzeitig über die aktuellen Einschränkungen zu informieren und alternative Routen zu planen.



