BER-Warnstreik: Verdi ruft zu Arbeitskampf auf - Fluggäste müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen
BER-Warnstreik: Verdi ruft zu Arbeitskampf auf

BER-Warnstreik: Verdi ruft zu Arbeitskampf auf - Fluggäste müssen mit erheblichen Einschränkungen rechnen

Die Gewerkschaft Verdi hat erstmals im laufenden Tarifstreit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg zu einem ganztägigen Warnstreik am Hauptstadtflughafen BER aufgerufen. Der Arbeitskampf findet am Mittwoch statt und stellt eine direkte Konsequenz der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite dar, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

Auswirkungen auf den Flugbetrieb noch unklar

Welche konkreten Auswirkungen der Warnstreik auf den Flugbetrieb haben wird, ist derzeit noch offen. Allerdings müssen sich Fluggäste auf erhebliche Einschränkungen und mögliche Verspätungen einstellen. Die Gewerkschaft betont, dass dieser Schritt notwendig sei, um Druck auf die Verhandlungen auszuüben.

Tarifverhandlungen für rund 2.000 Beschäftigte

Verdi verhandelt derzeit mit der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg über bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld für rund 2.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine Gehaltserhöhung von 6 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je Gruppe beziehungsweise Stufe. Zusätzlich will Verdi einen weiteren freien Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen, wobei die Laufzeit des Tarifvertrags 12 Monate betragen soll.

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Arbeitgeberangebot als Provokation bewertet

In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche hatte die Arbeitgeberseite ein erstes Angebot vorgelegt, das nach Darstellung der Gewerkschaft lediglich Entgelterhöhungen von jährlich rund 1 Prozent mit einer Laufzeit bis Ende 2028 vorsieht. Verhandlungsführer Holger Rößler kommentierte dies scharf: „Das ist kein ernsthaftes Angebot, sondern eine Provokation am Verhandlungstisch.“ Die Gewerkschaft sieht darin eine bewusste Verzögerungstaktik.

Erster Warnstreik in der laufenden Tarifrunde

Es handelt sich um den ersten Warnstreik in der aktuellen Tarifrunde, der die Bedeutung der Forderungen unterstreicht. Die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg muss nun reagieren, um weitere Eskalationen zu vermeiden. Passagiere werden gebeten, sich vor Reiseantritt über mögliche Änderungen im Flugplan zu informieren und ausreichend Zeit für Check-in und Sicherheitskontrollen einzuplanen.

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