Berliner Buslinien 2025: Langsamste Linien im Vergleich - 147 und Bäderbus 312er
Berliner Buslinien 2025: Langsamste Linien im Vergleich

Berliner Busverkehr 2025: Die langsamsten Linien im detaillierten Überblick

Im Berliner Nahverkehr zeigen sich deutliche Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den verschiedenen Buslinien. Eine aktuelle Auswertung der Landesregierung auf Basis einer parlamentarischen Anfrage des Linke-Abgeordneten Kristian Ronneburg offenbart, welche Linien im vergangenen Jahr besonders langsam unterwegs waren und welche vergleichsweise zügig vorankamen.

Die langsamste ganzjährige Buslinie: 147 zwischen Ostbahnhof und Wedding

Die Buslinie 147, die zwischen dem Ostbahnhof und dem Leopoldplatz im Wedding über den Hauptbahnhof verkehrt, erwies sich 2025 als langsamste ganzjährig betriebene Berliner Buslinie. Auf ihrer knapp elf Kilometer langen Betriebsstrecke erreichten die Fahrzeuge lediglich eine durchschnittliche Beförderungsgeschwindigkeit von 13,1 Kilometern pro Stunde. Dies entspricht bestenfalls einem zügigen Joggingtempo und stellt sogar eine weitere Verlangsamung dar – im Vergleich zum Vorjahr war die Linie 147 um 0,3 Stundenkilometer langsamer unterwegs.

Der absolute Langsamkeitsrekord: Bäderbus 312er im Sommerverkehr

Noch langsamer als die Linie 147 war allerdings der sogenannte Bäderbus 312er, der ausschließlich während der Sommermonate vom S-Bahnhof Nikolassee zum Strandbad Wannsee und zurück pendelt. Diese saisonale Linie kam im Jahr 2025 auf ein Durchschnittstempo von nur 12,8 Stundenkilometern, was einem deutlichen Rückgang von 2,2 km/h gegenüber dem Vorjahr entspricht. Als Grund für diese Verlangsamung nennt die Landesregierung das außergewöhnlich gute Wetter: „Der Sommer 2025 zeichnete sich gegenüber 2024 durch mehr Sonnentage, kaum Niederschläge und insgesamt stabiles Badewetter aus, sodass die Nachfrage spürbar höher war als im Jahr 2024.“ Die erhöhte Fahrgastnachfrage führte somit zu längeren Haltezeiten und einer reduzierten Durchschnittsgeschwindigkeit.

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Der Geschwindigkeitsmeister: X7 zwischen Rudow und Flughafen BER

Im Kontrast zu diesen Schneckentempos steht die schnellste Berliner Buslinie des Jahres 2025: Der X7 zwischen Rudow und dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) erreichte eine bemerkenswerte durchschnittliche Beförderungsgeschwindigkeit von 36,9 Kilometern pro Stunde. Dieses vergleichsweise hohe Tempo erklärt sich durch die Streckenführung, bei der die Busse abschnittsweise über die Autobahn fahren können und somit weniger durch innerstädtischen Verkehr beeinträchtigt werden.

Entwicklungstendenzen und betriebswirtschaftliche Auswirkungen

Die Geschwindigkeitsentwicklungen auf den Berliner Buslinien zeigten 2025 insgesamt ein gemischtes Bild. Während bei den meisten Metrobuslinien, die mit dichterer Taktung vor allem auf den Hauptverkehrsachsen verkehren, die Durchschnittsgeschwindigkeiten nur minimal zwischen plus 0,5 und minus 0,5 Stundenkilometern schwankten, gab es bei einigen Linien wie der 147 und dem 312er deutlichere Rückgänge.

Für Fahrgäste sind solche geringfügigen Geschwindigkeitsschwankungen in der Regel kaum spürbar. Für die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sie jedoch betriebswirtschaftliche Relevanz: Wenn Busse auf bestimmten Linien dauerhaft langsamer fahren, benötigt die BVG mehr Fahrzeuge und entsprechend mehr Personal, um den jeweils geplanten Takt aufrechtzuerhalten. Diese betrieblichen Konsequenzen machen regelmäßige Geschwindigkeitsanalysen zu einem wichtigen Instrument für die effiziente Planung des öffentlichen Nahverkehrs in der deutschen Hauptstadt.

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