Bayerns Blitzmarathon 2026: Standorte, Bußgelder und Ziele der Tempokontrollen
Blitzmarathon Bayern 2026: Alle Infos zu Kontrollen

Bayerns großangelegte Tempokontrollen: Der Blitzmarathon 2026 startet

Fuß vom Gas heißt es am Mittwoch, dem 15. April 2026, für alle Autofahrerinnen und Autofahrer in Bayern. Der Freistaat beteiligt sich mit einem 24-stündigen Blitzmarathon an der deutschlandweiten Verkehrssicherheitswoche. Von 06:00 Uhr bis zum darauffolgenden Morgen um 06:00 Uhr werden rund 2.000 Polizeibeamte und Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung im Einsatz sein, um Temposünder auszubremsen.

Ziel: Sensibilisierung statt Abkassieren

Das bayerische Innenministerium betont, dass es bei der Aktion nicht primär um die Erhöhung der Einnahmen geht. Vielmehr sollen Verkehrsteilnehmer für die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit sensibilisiert werden. „Im Straßenverkehr entscheidet die Geschwindigkeit über Leben und Tod“, erklärt Innenstaatssekretär Sandro Kirchner. Die Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: Im Jahr 2025 war zu hohes Tempo für mehr als ein Viertel (26,4 Prozent) aller tödlichen Verkehrsunfälle in Bayern verantwortlich.

Transparenz durch veröffentlichte Standorte

Anders als in vielen anderen Bundesländern setzt Bayern auf Transparenz: Das Innenministerium hat eine Liste mit allen 1.570 geplanten Messstellen veröffentlicht. Diese sind über das gesamte Bundesland verteilt – von München über Coburg und Augsburg bis in den Bayerischen Wald und das Berchtesgadener Land. Besonderes Augenmerk liegt auf unfallträchtigen Streckenabschnitten sowie sensiblen Bereichen wie Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern und Baustellen.

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Drohende Konsequenzen bei Geschwindigkeitsüberschreitungen

Wer zu schnell unterwegs ist, muss mit erheblichen Sanktionen rechnen. Die Bußgelder staffeln sich je nach Überschreitung und Ort:

  • Innerorts bis 10 km/h zu viel: 30 Euro
  • Außerorts bis 10 km/h zu viel: 20 Euro
  • Innerorts 26-30 km/h zu viel: 180 Euro, 1 Punkt in Flensburg, mögliches einmonatiges Fahrverbot
  • Außerorts 41-50 km/h zu viel: 320 Euro, 2 Punkte, einmonatiges Fahrverbot

Bei Gefährdung von Menschen können zusätzlich strafrechtliche Konsequenzen drohen. Die Aktion ist Teil der europaweiten „Speedweek“, die vom Netzwerk der Verkehrspolizei (Roadpol) initiiert wurde.

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