Brandenburgs Winterdienst: Salzverbrauch mehr als verdoppelt – Straßenschäden nehmen zu
Brandenburg: Salzverbrauch verdoppelt, Straßen leiden unter Frost

Außergewöhnlicher Salzverbrauch in Brandenburg nach hartem Winter

Der vergangene Winter hat Brandenburg mit ungewöhnlicher Härte getroffen und deutliche Spuren hinterlassen. Nicht nur die Temperaturen waren deutlich niedriger als in den Vorjahren, auch die Folgen für die Infrastruktur sind erheblich. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg zieht nun eine bemerkenswerte Bilanz der Wintermonate.

Mehr als doppelt so viel Streusalz wie im Durchschnitt

Im Winter 2025/2026 wurden auf den Straßen Brandenburgs mehr als 50.000 Tonnen Salz gestreut. Diese Menge übertrifft den durchschnittlichen Verbrauch der vergangenen vier Winter deutlich, der bei etwa 25.000 Tonnen pro Jahr lag. Der Salzverbrauch hat sich damit mehr als verdoppelt, wie der Landesbetrieb Straßenwesen mitteilte. Die anhaltend frostigen Bedingungen machten sogar Nachbestellungen notwendig, wobei die verfügbaren Ressourcen teilweise nach Dringlichkeit priorisiert werden mussten.

Zum Vergleich: Im Winter 2024/2025 kamen die Straßenwärter mit knapp 20.000 Tonnen Streusalz aus. Trotz der extremen Wetterverhältnisse zu Beginn des Jahres 2026 betont der Landesbetrieb, dass die Anforderungen an den Winterdienst erfüllt und die Verkehrssicherheit weitgehend gewährleistet werden konnte.

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Frost-Tau-Wechsel verursachen Straßenschäden und Schlaglöcher

Die häufigen Wechsel zwischen Frost und Tauwetter haben die Straßen Brandenburgs zusätzlich belastet. „Vermehrte Bildung von Straßenschäden und Schlaglöchern“ sei die Folge, so der Landesbetrieb. Die zuständigen Straßenmeistereien erfassen und dokumentieren diese Schäden wöchentlich. In besonders betroffenen Abschnitten können Geschwindigkeitsbegrenzungen verhängt werden, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Umweltbedenken und Zuständigkeiten des Winterdienstes

Der Landesbetrieb Straßenwesen ist für den Winterdienst auf Bundes- und Landstraßen sowie auf Radwegen in Brandenburg verantwortlich. Beim Streuen kommt pro Quadratmeter etwa so viel Salz zum Einsatz wie für ein gekochtes Ei benötigt wird. Salz gilt zwar als besonders effektives Streumittel, doch Umweltschützer wie der BUND warnen vor den negativen Auswirkungen. Das Salz kann Böden, Pflanzen, Tiere und Gewässer schädigen, was eine nachhaltige Diskussion über alternative Methoden notwendig macht.

Insgesamt zeigt die Bilanz des Winters 2025/2026, wie stark extreme Wetterereignisse die Infrastruktur fordern. Während der Winterdienst seine Aufgaben erfüllt hat, bleiben die Straßenschäden und Umweltfragen eine Herausforderung für die Zukunft.

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