Dresdner Carolabrücke: Abrisskosten um 2,5 Millionen Euro niedriger als erwartet
Carolabrücke-Abriss: 2,5 Millionen Euro günstiger

Dresdner Carolabrücke: Abrisskosten deutlich niedriger als geplant

Der Abriss der teilweise eingestürzten Carolabrücke in Dresden hat die Stadtkasse weniger belastet als ursprünglich angenommen. Statt der veranschlagten 32 Millionen Euro betrugen die Gesamtkosten lediglich 29,5 Millionen Euro. Damit konnte die Stadtverwaltung eine Einsparung von 2,5 Millionen Euro realisieren. Diese Informationen gehen aus Antworten auf mehrere parlamentarische Anfragen des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Dresdner Stadtrat, André Schollbach, hervor.

Einsparungen bei begleitenden Maßnahmen

Besonders deutlich fielen die Kosteneinsparungen bei den begleitenden Maßnahmen aus. Für Positionen wie Sofortmaßnahmen, Zustandsfeststellungen und Verkehrsführungen waren ursprünglich 5 Millionen Euro veranschlagt worden. Nach aktuellen Angaben vom 27. Februar beliefen sich diese Ausgaben jedoch nur noch auf 3 Millionen Euro.

Der Großteil der verbleibenden Summe entfiel auf die eigentlichen Abbrucharbeiten. Für die Beseitigung der beiden nicht direkt vom Einsturz betroffenen Brückenzüge reduzierte sich der Aufwand um 500.000 Euro auf 20,5 Millionen Euro. Die Entfernung des eingestürzten Teils der Brücke schlug mit weiteren 6 Millionen Euro zu Buche.

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Politische Mahnung trotz Kosteneinsparungen

Trotz der erfreulichen Kosteneinsparungen mahnt Stadtrat André Schollbach zur Vorsicht. In einer offiziellen Mitteilung betonte er: „Fast 30 Millionen Euro waren notwendig, um eine vorhandene Brücke zu beseitigen. Das ist eine enorme Summe für unsere Stadt.“ Der Politiker der Linken fordert, bei der Planung des Neubaus die Dimension der Kosten stets im Blick zu behalten.

Umfangreiche Abrissarbeiten und Planung des Neubaus

Die Carolabrücke, ein Spannbetonbauwerk aus DDR-Zeiten, war in der Nacht zum 11. September 2024 teilweise eingestürzt. Glücklicherweise wurde bei dem Vorfall niemand verletzt. Die Abrissarbeiten erstreckten sich über etwa ein Jahr und umfassten die Bewegung von gewaltigen Materialmengen: insgesamt 30.000 Tonnen Beton, 2.000 Tonnen Stahl und mehr als 25.000 Tonnen Wasserbausteine.

Derzeit befindet sich die Planung für den Neubau in vollem Gange. Vier renommierte Planungsbüros arbeiten an Entwürfen, die sie bis Mitte Mai vorlegen sollen. Laut den aktuellen Plänen der Stadt Dresden soll die neue Brücke im Jahr 2031 fertiggestellt werden und die wichtige Verkehrsverbindung wiederherstellen.

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