Cityline-Piloten rebellieren: Lufthansa droht der nächste Streik
Frankfurt/Main – Bei der Lufthansa-Tochter Cityline bahnt sich ein neuer Arbeitskampf an. Nach dem jüngsten Pilotenstreik bei der Kerngesellschaft sind nun auch die Gehaltsverhandlungen mit den Piloten der Regionaltochter gescheitert. Die Tarifkommission der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat beim Vorstand die Urabstimmung beantragt, über die noch in dieser Woche entschieden werden soll.
Gewerkschaft kritisiert Nullrunde des Arbeitgebers
VC-Verhandlungsführerin Tanja Viehl übt scharfe Kritik an der Arbeitgeberseite. „Statt konkreter Verbesserungen beharrte die Arbeitgeberseite darauf, dass jede Erhöhung der Vergütung an anderer Stelle kompensiert werden müsse“, erklärt sie. Ihre klare Ansage lautet: „Wer Verbesserungen nur unter dem Vorbehalt von Einschnitten an anderer Stelle anbietet, meint keine Verbesserung, sondern eine Nullrunde mit Umverteilung.“
Hintergrund: Cityline-Auslaufen geplant
Der Betrieb der Regionaltochter Cityline soll nach Plänen des Konzern-Managements im kommenden Jahr auslaufen. Die Verbindungen sollen bis dahin auf die neue Unternehmenstochter Lufthansa City Airlines übergehen. Die Gewerkschaft sieht darin jedoch keinen Zusammenhang mit den aktuellen Tarifverhandlungen.
VC fordert 3,3 Prozent pro Jahr
Die Pilotenvereinigung fordert für die Jahre 2024, 2025 und 2026 Vergütungsanpassungen um jeweils 3,3 Prozent jährlich. Unabhängig von den Piloten hat die Kabinengewerkschaft Ufo in der vergangenen Woche bereits einen Warnstreik bei der Cityline abgehalten. Die Situation bei der Lufthansa-Gruppe bleibt somit angespannt, während sich die nächste Streikwelle ankündigt.



