Blitzer-Auswertung für Dessau: Das war der erfolgreichste Starenkasten
Zehntausende Autofahrer sind im vergangenen Jahr in Dessau-Roßlau wegen überhöhter Geschwindigkeit geblitzt worden. Die Auswertung der städtischen Daten offenbart dabei teilweise erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten der Messgeräte. Besonders erfolgreich zeigte sich dabei das mobile Blitzer-Auto, das zahlreiche Verkehrssünder aufspürte.
Spitzenreiter fuhr 131 statt 50 km/h innerorts
Der absolute Spitzenreiter unter den Raserinnen und Rasern wurde an der Albrechtstraße erfasst. Dort fuhr ein Fahrzeug mit unglaublichen 131 Kilometern pro Stunde innerorts, obwohl die erlaubte Höchstgeschwindigkeit lediglich 50 km/h beträgt. Diese extreme Überschreitung stellt einen der gravierendsten Verstöße des gesamten Jahres dar und unterstreicht die Notwendigkeit konsequenter Geschwindigkeitskontrollen.
Bußgeldeinnahmen sinken deutlich
Insgesamt spülten die zu schnellen Autofahrerinnen und Autofahrer der Stadt Dessau-Roßlau im Jahr 2025 rund eine Dreiviertel Million Euro in die Stadtkasse. Die Bußgelder beliefen sich auf exakt 742.946 Euro, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen deutlichen Rückgang um etwa ein Viertel. 2024 lagen die Einnahmen aus Blitzer-Verfahren noch bei rund einer Million Euro.
Weniger Verfahren als Ursache für Rückgang
Der Rückgang der Bußgeldeinnahmen ist hauptsächlich auf eine geringere Anzahl an Verfahren zurückzuführen. Während im Jahr 2024 insgesamt 28.937 Fahrerinnen und Fahrer geblitzt wurden, waren es 2025 nur noch 21.745. Diese Abnahme entspricht in etwa dem gleichen Maße wie der finanzielle Einbruch, was darauf hindeutet, dass weniger Verstöße registriert wurden, anstatt dass die Strafen gesenkt worden wären.
Unterschiede zwischen den Standorten
Die Analyse der Blitzer-Daten zeigt zudem, dass zwischen den verschiedenen Standorten der Messgeräte teilweise erhebliche Unterschiede bestehen. Während einige Starenkästen besonders häufig auslösten, waren andere weniger aktiv. Das mobile Blitzer-Auto erwies sich dabei als besonders effektiv, da es flexibel an neuralgischen Punkten eingesetzt werden kann und so eine hohe Trefferquote erzielt.
Die Stadt Dessau-Roßlau setzt damit weiterhin auf eine Kombination aus stationären und mobilen Kontrollen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Raserinnen und Raser abzuschrecken. Die aktuellen Zahlen machen jedoch auch deutlich, dass trotz der Sanktionen weiterhin ein erhebliches Problem mit überhöhter Geschwindigkeit im Stadtgebiet besteht.



