Deutschland bei Spritpreisen auf Spitzenplatz: Nur Niederlande noch teurer
Deutschland bei Spritpreisen auf Spitzenplatz

Deutschland bei Spritpreisen auf Spitzenplatz: Nur die Niederlande noch teurer

Die Spritpreise in Deutschland haben in den vergangenen Tagen kontinuierlich neue Rekordmarken erreicht und für erhebliche Aufregung gesorgt. Ein aktueller Vergleich mit den direkten Nachbarstaaten offenbart nun, wie weit die Preiswelle bereits reicht und welche Position Deutschland im europäischen Vergleich einnimmt.

Bundesweite Durchschnittspreise erreichen neue Höchststände

Nach aktuellen Angaben des ADAC lag der bundesweite Durchschnittspreis am Dienstagmorgen, dem 10. März 2026, bei 2,095 Euro je Liter Super E10 und 2,237 Euro je Liter Diesel. Bereits am Montag hatte der Tagesdurchschnitt für Super E10 erneut die psychologisch wichtige Marke von 2 Euro überschritten. Die anhaltenden Turbulenzen am globalen Ölmarkt, die maßgeblich auf den Iran-Krieg zurückzuführen sind, machen sich weiterhin deutlich bemerkbar und treiben die Preise in die Höhe.

Vergleich mit Nachbarländern: Deutschland in absoluter Spitzengruppe

Im direkten Vergleich mit den Nachbarstaaten gehört die Bundesrepublik damit eindeutig zur absoluten Spitzengruppe der teuren Tankländer in Europa. Die aktuell verfügbaren Werte zeigen, dass nur noch ein einziges Land höhere Preise als Deutschland verzeichnet: die Niederlande. Dort meldete der ANWB am selben Stichtag, dem 10. März, einen landesweiten Durchschnitt von 2,453 Euro für Super 95 und 2,519 Euro für Diesel.

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Andere Nachbarländer liegen hingegen teils deutlich unter dem deutschen Niveau:

  • In Österreich lag der landesweite Median laut ÖAMTC zuletzt bei 1,493 Euro für Super und 1,551 Euro für Diesel.
  • Luxemburg verzeichnete an der Grenze bei Wasserbillig am 6. März Preise von 1,52 Euro für Super 95 bzw. 1,69 Euro für Diesel pro Liter.
  • Die Schweiz weist laut TCS am 10. März 1,74 Franken für Benzin und 1,95 Franken für Diesel aus.
  • Belgien bleibt mit amtlichen Maximalpreisen von 1,606 Euro für Benzin E10 und 1,708 Euro für Diesel B7 ebenfalls darunter.
  • Selbst Frankreich, wo die Preise nach der Nahost-Eskalation ebenfalls deutlich angezogen haben, liegt noch unter dem deutschen Niveau mit 1,82 Euro für SP95-E10 und 1,98 Euro für Diesel (Stand: 6. März).

Klare Tendenz trotz unterschiedlicher Stichtage

Der Befund ist damit eindeutig: Beim Tanken ist Deutschland derzeit fast so teuer wie kein anderes Nachbarland. Einzig die Niederlande übertreffen die deutschen Preise noch. Es ist jedoch fairerweise anzumerken, dass die Vergleichswerte nicht überall vom exakt selben Stichtag stammen. Dennoch zeigen alle verfügbaren Daten dieselbe klare Richtung und unterstreichen die herausragende Position Deutschlands bei den Spritpreisen in der Region.

Die anhaltenden geopolitischen Spannungen und ihre Auswirkungen auf den Ölmarkt lassen wenig Hoffnung auf eine baldige Entspannung der Preissituation aufkommen. Verbraucher müssen sich vorerst auf weiterhin hohe Kosten an der Tankstelle einstellen.

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