Barrierefreiheit ad absurdum: Donau-Isar-Express hält an einzigen nicht barrierefreien Bahnsteig in Landshut
Donau-Isar-Express hält an nicht barrierefreiem Bahnsteig

Barrierefreiheit ad absurdum: Donau-Isar-Express hält an einzigen nicht barrierefreien Bahnsteig in Landshut

In Landshut sorgt die aktuelle Situation am Bahnhof für erheblichen Ärger beim Behindertenbeirat. Der eigentlich als barrierefrei konzipierte Donau-Isar-Express hält ausgerechnet an dem einzigen Bahnsteig, der weder über einen Aufzug verfügt noch barrierefrei zugänglich ist. Diese paradoxe Konstellation wird von Betroffenen und Vertretern als diskriminierend und kontraproduktiv kritisiert.

Treppen statt Aufzug: Eine absurde Realität

Monika Voland-Kleemann, Sprecherin des Behindertenbeirats, äußert sich deutlich: "Man fühlt sich auf den Arm genommen". Die Tatsache, dass ein moderner, barrierefreier Zug an einem Gleis mit unüberwindbaren Hindernissen für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen hält, stellt die gesamte Logik der Barrierefreiheit im öffentlichen Nahverkehr infrage. Statt des versprochenen Komforts und der Zugänglichkeit erwartet die Fahrgäste eine Treppe ohne Alternativen.

Die aktuelle Situation in Landshut

Der Bahnsteig, an dem der Donau-Isar-Express regelmäßig hält, weist mehrere gravierende Mängel auf:

  • Kein Aufzug vorhanden
  • Hohe Stufen und schmale Durchgänge
  • Fehlende Rampen oder alternative Zugänge
  • Unzureichende Markierungen für sehbehinderte Menschen
Diese Umstände machen die Nutzung des Zuges für Rollstuhlfahrer, ältere Menschen und Personen mit Gehbehinderungen praktisch unmöglich. Der Behindertenbeirat fordert daher eine umgehende Lösung und kritisiert die Planungsfehler, die zu dieser untragbaren Situation geführt haben.

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Forderungen und Perspektiven

Der Behindertenbeirat drängt auf schnelle Maßnahmen zur Behebung der Missstände. Dazu gehören:

  1. Die temporäre Verlegung des Haltes an einen barrierefreien Bahnsteig
  2. Die beschleunigte Nachrüstung des aktuellen Bahnsteigs mit Aufzug und Rampen
  3. Eine transparente Kommunikation über die geplanten Verbesserungen
  4. Die Einbeziehung von Behindertenverbänden in künftige Planungsprozesse
Die aktuelle Situation untergräbt nicht nur das Vertrauen in die Barrierefreiheitsbemühungen der Deutschen Bahn, sondern verstößt auch gegen gesetzliche Vorgaben zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben.

Die Diskussion um den Donau-Isar-Express in Landshut zeigt einmal mehr, dass Barrierefreiheit nicht nur eine Frage der Fahrzeuge, sondern auch der Infrastruktur ist. Solange Bahnsteige nicht entsprechend ausgestattet sind, bleiben selbst modernste Züge für viele Menschen unerreichbar.

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