Führerschein weg: Rentner mit Oldtimer zu langsam auf niederländischer Autobahn
Ein 85-jähriger Rentner in den Niederlanden ist zum Fußgänger geworden, nachdem die Polizei seinen Führerschein eingezogen hat. Der Grund: Er fuhr mit seinem historischen Ford Modell A aus den späten 1920er Jahren auf der Autobahn – allerdings mit einer Geschwindigkeit von nur 54 Stundenkilometern.
Mindestgeschwindigkeit nicht eingehalten
Wie in Deutschland gilt auch in den Niederlanden auf Autobahnen eine Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h. Fahrzeuge, die diese Geschwindigkeit nicht erreichen können, dürfen die Schnellstraßen nicht nutzen. Der Rentner hatte seinen Oldtimer zwar nahe an die maximale Leistungsgrenze gebracht, aber mit 54 km/h blieb er deutlich unter der erforderlichen Marke.
Die Polizei stoppte das Fahrzeug nicht nur wegen der zu geringen Geschwindigkeit, sondern auch, weil der Ford permanent mit zwei Rädern auf dem Standstreifen unterwegs war. Für das Fahren auf dem Seitenstreifen ist Tempo 54 eindeutig zu hoch, was die Situation zusätzlich verschärfte.
Konsequenzen für den Fahrer
Die Beamten untersagten dem Senior die Weiterfahrt, legten das Auto still und zogen den Führerschein ein. Damit endete die Fahrt des rüstigen Oldtimers abrupt. Interessanterweise erwies sich der 85-Jährige selbst als das langsamste Element in dieser Kette: Zwar kann er noch Auto fahren, aber zu Fuß ist er fast noch langsamer als ein stehender Ford Modell A.
Der Fall zeigt deutlich, dass auch bei vorbildlicher Fahrweise – der Rentner war nüchtern und raste nicht – technische und rechtliche Vorgaben eingehalten werden müssen. Oldtimerbesitzer sollten besonders auf die Verkehrstauglichkeit ihrer Fahrzeuge achten, um ähnliche unangenehme Überraschungen zu vermeiden.



