Spektakulärer Gefahrgut-Unfall auf der A24 bei Parchim
In der Nacht zu Freitag kam es auf der viel befahrenen Autobahn 24 in Richtung Berlin zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Gefahrguttransporter. Gegen 0.15 Uhr geriet ein Sattelschlepper zwischen Parchim und Suckow im Landkreis Ludwigslust-Parchim ins Schleudern, kippte um und blockierte damit mehrere Fahrspuren.
Bergungsarbeiten dauerten bis in den Nachmittag
Die Bergung des verunglückten Lastwagens gestaltete sich äußerst aufwendig und zog sich bis weit in den Nachmittag hinein. Erst gegen 15.30 Uhr konnte die Strecke nach stundenlanger Sperrung wieder für den Verkehr freigegeben werden. Ein Polizeisprecher bestätigte am Morgen nach dem Unfall die vollständige Sperrung der Autobahn in Richtung Wittstock und Berlin.
Desinfektionsmittel als Teil der Gefahrgutladung
Nach ersten Untersuchungen der Ermittlungsbehörden hatte der Lastwagen insgesamt 8,4 Tonnen verschiedene Stoffe geladen, darunter das alkoholhaltige Desinfektionsmittel Isopropanol. Dieses Reinigungsmittel findet unter anderem im Haushaltsbereich Verwendung. Die Ladung war nach Angaben der Polizei nicht ausreichend gesichert gewesen.
Der 40-jährige Fahrer des Sattelschleppers wurde bei dem Unfall leicht verletzt. Sein Fahrzeug prallte zunächst gegen die Außenleitplanke, rutschte dann teilweise die Böschung hinunter und kippte schließlich komplett um. Der Sattelschlepper blockierte daraufhin zwei von drei Fahrspuren.
Umweltschäden durch auslaufendes Desinfektionsmittel
Durch den Unfall wurden Teile der Ladung beschädigt, wodurch einige Liter des Desinfektionsmittels in angrenzende Bankette und Nebenanlagen sickerten. Spezialisten des Gefahrgutzuges aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden umgehend alarmiert, um noch größere Umweltschäden zu verhindern. Sie konnten die Situation unter Kontrolle bringen.
Der Sachschaden wird vorläufig auf rund 350.000 Euro geschätzt. Die genaue Unfallursache ist laut Polizeiangaben noch nicht abschließend geklärt und wird weiter untersucht. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf mögliche technische Defekte, Fahrfehler oder die unzureichende Sicherung der Gefahrgutladung.



