Hoher Sachschaden nach ICE-Vorfall in Sachsen-Anhalt: Oberleitungsriss bei Zahna-Elster
Nach dem schweren Vorfall mit einem ICE im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt müssen Bahnreisende weiterhin mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen. Die Reparatur der gerissenen Oberleitung ist noch nicht abgeschlossen, was zu anhaltenden Verspätungen auf der wichtigen Bahnstrecke Berlin-München führt.
Sechsstelliger Schaden und Evakuierung unter Lebensgefahr
Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf einen sechsstelligen Betrag. „Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen sechsstelligen Bereich“, teilten die Beamten mit. Besonders dramatisch war die Situation bei der Evakuierung der betroffenen Reisenden.
Auf Grund der Lebensgefahr durch Kontakt mit dem Bahnstromnetz verzögerte sich die Evakuierung erheblich, wie die Polizei weiter mitteilte. Insgesamt saßen nach offiziellen Angaben 600 Reisende in dem ICE fest, als die Oberleitung am Samstag bei Zahna-Elster riss und auf den Zug fiel.
Zwei leicht Verletzte und unklare Ursache
Bei dem Vorfall wurden zwei Personen leicht verletzt. Die genauen Umstände, die zu dem Oberleitungsriss führten, sind bislang noch unklar. Laut Polizeiangaben ist nicht bekannt, warum der ICE die Oberleitung beschädigt habe. Die Ermittlungen zu den Ursachen des Vorfalls laufen derzeit auf Hochtouren.
Fahrgäste müssen sich am Sonntag nach Angaben der Deutschen Bahn weiterhin auf eine deutlich längere Reisezeit einstellen. Die Strecke Berlin-München bleibt voraussichtlich noch für einige Zeit beeinträchtigt, bis die Reparaturarbeiten vollständig abgeschlossen sind.
Die Deutsche Bahn arbeitet mit Hochdruck an der Beseitigung der Schäden, doch die komplexe Reparatur der Oberleitung erfordert besondere Sicherheitsvorkehrungen. Reisende werden gebeten, sich vor Fahrtantritt über die aktuellen Fahrplanänderungen zu informieren und zusätzliche Zeit für ihre Reisen einzuplanen.



