Nürnberg – FCN-Trainer Miroslav Klose (47) setzt bei seinen Analysen zunehmend auf den zweiten Blick. Nach der Heimpleite gegen Dresden (0:2) kritisierte der Club-Coach seine Mannschaft öffentlich, ruderte aber nach dem Videostudium zurück und sprach von „viel Gutem“. Nun folgt die nächste Kehrtwende.
Klose: „Nicht so gespielt, wie wir uns das wünschen“
Nach dem 1:1 in Bielefeld hatte Klose seinem Team zunächst ein Kompliment für die defensive zweite Halbzeit gemacht. Doch die Videoanalyse brachte eine erneute Wende. Mit 75-minütiger Verspätung begann das Training am Dienstag, weil Klose der Mannschaft zuvor alle Fehler aus Bielefeld vorführte.
„Gegen den Ball haben wir es in Bielefeld gut gemacht, aber das galt nicht für unsere drei, vier Baustellen, die wir schon in den letzten Partien hatten. Wir schaffen es nicht, mehr Ballbesitz zu haben. Das müssen wir ausstrahlen!“, so Klose. In der Analyse sah er erneut, dass Spieler nach Ballgewinnen die falsche Körpersprache zeigen und den Ball nicht fordern.
Klose schlägt Alarm
Nur wenige Tage nach seiner Attacke gegen Kritiker („Ich lasse mir die Saison nicht zerreden“) schlägt Klose nun selbst Alarm: „Die Saison geht zu Ende, am Ende wird die Ernte eingefahren. Wir haben einen Prozess angestoßen, aber ich sehe im Training etwas anderes als im Spiel. Das muss ich den Spielern deutlich sagen: Sie spielen in den letzten Partien nicht so, wie wir uns das wünschen.“
Die nächsten Spiele des 1. FC Nürnberg: 31. Spieltag: 1. FC Magdeburg (H), 32. Spieltag: Greuther Fürth (A), 33. Spieltag: FC Schalke 04 (H), 34. Spieltag: Hannover 96 (A).



