Länder fordern Übergewinnsteuer gegen hohe Spritpreise
Die Mehrheit der deutschen Verkehrsministerinnen und Verkehrsminister spricht sich angesichts des starken Anstiegs der Spritpreise für die Prüfung einer sogenannten Übergewinnsteuer aus. Die Verkehrsministerkonferenz in Lindau hat die Bundesregierung mehrheitlich aufgefordert, weitergehende Maßnahmen zur kurzfristigen Ordnung des Kraftstoffmarktes zu ergreifen.
Bundestag stimmt über Spritpreispaket ab
Der Bundestag wird am Donnerstag über ein umfassendes Spritpreispaket abstimmen. Dieses sieht vor, dass Tankstellen nur noch einmal täglich um 12 Uhr ihre Preise erhöhen dürfen, während Preissenkungen jederzeit möglich bleiben sollen. Zudem ist eine Verschärfung des Kartellrechts geplant, um den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt zu stärken.
Übergewinnsteuer und Gewinnabschöpfung im Fokus
Die Konferenz der Verkehrsminister fordert konkret, eine Übergewinnsteuer sowie weitergehende Maßnahmen des Kartellrechts bis hin zur Gewinnabschöpfung in Erwägung zu ziehen. Bei der Übergewinnsteuer handelt es sich um eine Extra-Steuer auf kriegsbedingte Profite, die durch außergewöhnliche Marktlagen entstehen.
Die Erlöse aus dieser Steuer und zusätzliche Einnahmen aus der Mehrwertsteuer sollen laut den Plänen für Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher und der Wirtschaft verwendet werden. Ziel ist es, einen weiteren Anstieg der Spritpreise zu verhindern und die finanzielle Belastung für Autofahrer und Unternehmen zu reduzieren.
Die Forderungen der Länder basieren auf Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Länderkreisen und spiegeln die wachsende Besorgnis über die Entwicklung der Kraftstoffpreise wider. Die geplanten Maßnahmen orientieren sich teilweise am Vorbild Österreichs, wo ähnliche Regelungen zur Preisfestsetzung bereits umgesetzt wurden.



