Lufthansa kritisiert Pilotenstreik scharf: Ersatzflugplan bis 14 Uhr geplant
Lufthansa: Pilotenstreik nicht nachvollziehbar

Lufthansa verurteilt geplanten Pilotenstreik als unnötige Eskalation

Die Lufthansa hat den für Donnerstag und Freitag angekündigten Streik ihrer Piloten scharf kritisiert und als nicht nachvollziehbar bezeichnet. Personalvorstand Michael Niggemann erklärte, der Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sei insbesondere in der aktuellen geopolitischen Lage unverständlich. „Vor allem nicht in einer Zeit, in der wir mit dem Iran-Krieg ein neues Ausmaß geopolitischer Unsicherheit erleben und Passagiere weltweit davon betroffen sind“, so Niggemann. Die Gewerkschaft hatte lediglich Flüge in den Nahen Osten von ihrer Streikdrohung ausgenommen.

Ersatzflugplan und interne Maßnahmen zur Streikabmilderung

Der Luftfahrtkonzern kündigte an, bis spätestens 14.00 Uhr einen Ersatzflugplan für den Streikzeitraum vorzulegen. Um die Auswirkungen auf Passagiere zu minimieren, hat die Lufthansa einen internen Aufruf gestartet, um arbeitswillige Crews zu mobilisieren und eine Mindestzahl von Flügen anbieten zu können. Die nicht bestreikten Flugbetriebe Discover Airlines und Lufthansa City Airlines werden ihr Programm planmäßig absolvieren und nach Möglichkeit Zusatzflüge übernehmen. Beim letzten Streik der Vereinigung Cockpit vor einem Monat waren an einem Tag mehr als 800 Flüge ausgefallen, was die potenziellen Folgen für Reisende verdeutlicht.

Gesprächsangebot und Kritik an der Gewerkschaftsstrategie

Personalvorstand Niggemann bot der Gewerkschaft erneut Gespräche über eine Gesamtlösung an. Er betonte, dass Streiks die Entwicklungsmöglichkeiten der Lufthansa Classic weiter verschlechtern würden, anstatt konstruktive Dialoge zu fördern. „Vielmehr sollten wir Gespräche über die Modernisierung und die zukünftige Flottengröße aufnehmen, was sich direkt und unmittelbar auf die Karriereperspektiven von Pilotinnen und Piloten auswirkt“, erklärte Niggemann. Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zu einem 48-Stunden-Streik aufgerufen, der um Mitternacht beginnen soll. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.

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