Warnstreik bei Lufthansa legt Flugverkehr am BER lahm
Ein umfassender Warnstreik der Piloten- und Kabinengewerkschaften hat am Mittwoch den Flugbetrieb der Lufthansa am Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) massiv beeinträchtigt. Insgesamt sind 14 Flüge der Airline gestrichen worden, die für Verbindungen nach München und Frankfurt am Main vorgesehen waren. Die Auswirkungen des Arbeitskampfes sind bereits am frühen Morgen in den Abfluginformationen des Flughafens deutlich sichtbar.
Bahn als praktikable Alternative für gestrandete Passagiere
Für die betroffenen Reisenden bietet die Lufthansa eine unkomplizierte Lösung an: Das bereits gekaufte Flugticket kann ohne zusätzliche Kosten als Fahrschein für die Deutsche Bahn genutzt werden. Die Fluggesellschaft empfiehlt ausdrücklich, im gewünschten Zug einen Sitzplatz zu reservieren, um eine reibungslose Reise zu gewährleisten. Besonders wichtig ist diese Planung für Passagiere, die in Frankfurt einen Anschlussflug erreichen müssen – hier sollte ausreichend Zeit für den Umstieg eingeplant werden.
Umorganisation und Information durch die Fluggesellschaft
Grundsätzlich organisiert die Lufthansa für alle Passagiere, deren Flugverbindung annulliert wurde, eine automatische Umbuchung auf alternative Flüge. Die entsprechenden Informationen sind auf der Buchungsplattform des Unternehmens abrufbar. Zusätzlich werden die Reisenden per SMS oder Nachrichtendienst auf ihrem Mobiltelefon über die Änderungen informiert. Diese Maßnahmen sollen die Unannehmlichkeiten für die Kunden so gering wie möglich halten.
Gewerkschaften rufen zu bundesweitem Arbeitskampf auf
Zu dem Warnstreik haben die Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo aufgerufen. Während die Piloten bei Lufthansa und Lufthansa Cargo die Arbeit niederlegen, hat die Kabinengewerkschaft Ufo das Personal bei der Lufthansa-Kerngesellschaft sowie bei der Regionaltochter Cityline zum Streik aufgefordert. Das erklärte Ziel der Crew-Gewerkschaften ist es, über den gesamten Tag hinweg sämtliche Abflüge der Lufthansa in Deutschland zu verhindern, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
Die Situation am BER verdeutlicht, wie anfällig der Luftverkehr für Arbeitskämpfe ist und welche Alternativen – in diesem Fall die Bahn – für Passagiere zur Verfügung stehen, wenn der reguläre Flugbetrieb zusammenbricht.



