Audi-Formel-1-Team verliert Teamchef: Jonathan Wheatley verlässt Rennstall mit sofortiger Wirkung
Der Audi-Formel-1-Rennstall steht vor einem personellen Umbruch. Jonathan Wheatley (58) ist nicht mehr Teamchef des deutschen Motorsportteams. Dies gab der Rennstall in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt, die am 20. März 2026 veröffentlicht wurde.
Offizielle Begründung und möglicher Wechsel zu Aston Martin
In der Stellungnahme heißt es: „Jonathan Wheatley wird das Team aus persönlichen Gründen mit sofortiger Wirkung verlassen. Wir danken ihm für seine Arbeit und wünschen ihm alles Gute für seine Zukunft.“ Die Zukunft des Briten könnte jedoch bereits vorgezeichnet sein. Laut Berichten des Fachmagazins „Autosport“ steht Wheatley vor einem Wechsel zum britischen Rennstall Aston Martin.
Der Plan der Verantwortlichen des James-Bond-Rennstalls sieht vor, dass Wheatley den bisherigen Teamchef Adrian Newey (67) von seiner Doppelrolle ablösen soll. Newey, der gleichzeitig Technik-Boss ist, könnte sich dann wieder vollständig auf sein Spezialgebiet konzentrieren: die Entwicklung des Formel-1-Autos. Diese Veränderung wäre für Aston Martin dringend notwendig, da das Team derzeit als schlechtestes Team der Formel 1 gilt.
Hindernisse und persönliche Motive für den Wechsel
Ein sofortiger Wechsel gestaltet sich jedoch kompliziert. Wheatley hat bei Audi noch einen laufenden Vertrag, und selbst bei einer Freigabe oder Vertragsauflösung würde er voraussichtlich eine vorübergehende Arbeitssperre erhalten. Grund hierfür ist die Befürchtung, dass Technik-Geheimnisse zu einem direkten Konkurrenten gelangen könnten.
Dennoch gibt es triftige Gründe für einen Wechsel zu einem sportlich schwächeren Team. Nach Informationen der BILD sehnt sich Wheatleys Familie nach einer Rückkehr in die Heimat England. Aston Martins Fabrik liegt in Silverstone, was eine Rückkehr ins Vereinigte Königreich ermöglichen würde. Zudem würde Wheatley bei Aston Martin das alleinige Sagen haben, was bei Audi nicht der Fall war.
Interne Spannungen bei Audi
Die Wahrheit hinter dem Wechsel könnte in internen Spannungen liegen. Zwischen Teamchef Wheatley und Projektchef Mattia Binotto (56), die eine Doppelspitze bildeten, knirschte es seit geraumer Zeit. Wheatley war für die Rennstrecke verantwortlich, während Binotto die Entwicklung leitete. Immer wieder sollen sich die beiden in bestimmten Themen uneinig gewesen sein, was zu einer angespannten Arbeitsatmosphäre führte.
Diese personelle Veränderung markiert einen bedeutenden Wendepunkt für den Audi-Formel-1-Rennstall, der nun nach einer neuen Führungspersönlichkeit suchen muss. Gleichzeitig könnte der Wechsel für Aston Martin eine Chance darstellen, aus der sportlichen Krise zu finden, wenn die rechtlichen Hürden überwunden werden können.



