Verdi-Streik legt Münchens ÖPNV lahm: Diese Alternativen funktionieren
Von Freitag, dem 27. Februar 2026, 3:30 Uhr bis Sonntag, dem 1. März 2026, 3:30 Uhr kommt der öffentliche Nahverkehr in München durch einen Verdi-Warnstreik weitgehend zum Erliegen. U-Bahnen fahren nur eingeschränkt, Busse und Trambahnen sind stark beeinträchtigt. Wer dennoch mobil bleiben muss, findet jedoch zahlreiche Alternativen.
Eingeschränkter Betrieb auf ausgewählten U-Bahn-Linien
Trotz des Streiks verkehren am Freitagvormittag vereinzelt U-Bahnen, allerdings nicht im gesamten Netz. Wichtig zu beachten: Diese Fahrten werden nicht in der Fahrplanauskunft angezeigt. Der Nachtverkehr bei U-Bahn und Tram entfällt komplett.
- U2/U5: Betrieb zwischen Feldmoching, Hauptbahnhof, Giesing, Innsbrucker Ring und Neuperlach Süd im 10-Minuten-Takt
- U3: Betrieb zwischen Olympiazentrum und Fürstenried West alle 10 Minuten
- U6: Betrieb zwischen Fröttmaning und Klinikum Großhadern im 10-Minuten-Takt
Die U-Bahnen fahren bis Samstag 1:00 Uhr. Auf der Linie U6 verkehren am Marienplatz zusätzlich vereinzelte Bahnen.
Tram und Bus: Starke Einschränkungen erwartet
Bei der Tram gibt es lediglich auf zwei Linien eingeschränkten Betrieb:
- Linie 20: Betrieb im 10-Minuten-Takt
- Linie 25: Betrieb alle 20 Minuten
Die Busse der MVG werden nur zur Hälfte eingesetzt, alle Linien sind stark eingeschränkt. Ausnahme: Der Nachtverkehr mit Bussen fährt planmäßig. Nicht bestreikt werden Busse mit Liniennummern ab 200, da diese von privaten Unternehmen oder Umlandlandkreisen betrieben werden.
S-Bahn und Regionalbahnen als zuverlässige Alternativen
Da die S-Bahn zur Deutschen Bahn gehört, ist sie vom Streik nicht betroffen und verkehrt fahrplanmäßig. Auch bestimmte Regionalbahnen halten innerhalb Münchens und bieten Verbindungen:
- Süden: RB 55/56/57 aus dem Oberland halten in Solln, Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof
- Osten: RE 5 und RB 58 zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof; RB 40 zwischen Markt Schwaben und Hauptbahnhof
- Norden: RE 3 aus Passau/Landshut hält in Freising und Hauptbahnhof; RB 33 zusätzlich in Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach
- Westen: RB 87, RE 80 und RE 89 aus Augsburger Richtung halten in Pasing und Hauptbahnhof
Leihräder und E-Scooter: Flexible Mobilitätslösungen
Für kurze Strecken bieten sich Leihfahrzeuge verschiedener Anbieter an:
Call a Bike (Deutsche Bahn): Über 270 Stationen in München mit mehr als 1000 Rädern. Tarife reichen von „Starter“ (1€ Freischaltgebühr, 1€/15 Min., max. 12€/Tag) bis „Premium“-Abo (5,90€/Monat, 30 Min. inklusive).
Dott (ehemals Tier): E-Bikes und E-Scooter, die über die Dott-App oder MVG-Go-App ausleihbar sind. Parken nur in blau markierten Flächen, besonders innerhalb des Altstadtrings.
Emmy Elektroroller: Rote E-Roller mit 4,95€ Registrierungsgebühr (als Guthaben), 1€ Freischaltung, 36 Cent/Minute Fahrzeit. Rückgabe mit Foto in der App erforderlich.
Voi: Schwedischer Anbieter mit 99 Cent Freischaltgebühr und 24 Cent/Minute. Nutzung über eigene App oder MVG-Go-App möglich.
Lime: E-Scooter und E-Bikes mit austauschbaren Batterien. 1€ Entsperrgebühr, ca. 25 Cent/Minute. Innerhalb des Altstadtrings nur auf ausgewiesenen Flächen parken.
Alle Anbieter erfordern eine Registrierung per App und akzeptieren gängige Zahlungsmethoden wie Kreditkarte, PayPal oder Apple Pay. Die genauen Preise und Parkregeln sind in den jeweiligen Apps einsehbar.



