ÖPNV-Streik in München: Alle Alternativen für den Dienstag im Überblick
München: So kommen Sie trotz ÖPNV-Streik ans Ziel

ÖPNV-Streik legt München lahm: So kommen Sie trotzdem ans Ziel

Am Dienstag, dem 14. April 2026, wird der öffentliche Nahverkehr in München erneut durch einen Warnstreik massiv beeinträchtigt. Die Gewerkschaft Verdi hat zum sechsten Mal in der laufenden Tarifrunde die Beschäftigten der Stadtwerke München (SWM) und der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zum Arbeitskampf aufgerufen. Betroffen sind vor allem U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien bis zur Nummer 199. Ein regulärer Betrieb wird voraussichtlich erst ab Mittwoch, 15. April, 3.30 Uhr wieder möglich sein.

Welche Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen?

Der Streik betrifft alle Tarifbeschäftigten im Fahrdienst, in der Leitstelle und im Fahrgastservice. U-Bahnen und Trambahnen werden nur eingeschränkt oder gar nicht verkehren, abhängig vom verfügbaren Personal. Bei den Bussen kommt es zu starken Beeinträchtigungen, wobei Linien ab der Nummer 200 von privaten Unternehmen betrieben werden und daher nicht bestreikt werden. Regionalbusse der Umlandlandkreise sind ebenfalls nicht betroffen.

Alternative Verkehrsmittel im Detail

Für Pendler und Reisende gibt es dennoch mehrere Möglichkeiten, durch die Stadt zu kommen:

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S-Bahn und Regionalzüge

Da die S-Bahn zur Deutschen Bahn gehört, ist sie vom Streik nicht betroffen und fährt fahrplanmäßig. Auch Regionalbahnen verkehren regulär und bieten innerhalb Münchens zahlreiche Haltepunkte:

  • Süden: RB 55/56/57 aus dem Oberland halten in Solln, bei den Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof. RB 58 aus Rosenheim bedient Deisenhofen, Solln, Siemenswerke, Mittersendling, Harras, Heimeranplatz, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof.
  • Osten: RE 5 und RB 58 verkehren zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof. RB 40 fährt von Markt Schwaben zum Hauptbahnhof mit Halt am Ostbahnhof.
  • Norden: RE 3 aus Passau bzw. Landshut hält in Freising und am Hauptbahnhof. RB 33 hält zusätzlich in Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach. RE 1 aus Nürnberg oder Ingolstadt kommt von Petershausen direkt zum Hauptbahnhof, RB 16 hält auch in Dachau.
  • Westen: RB 87, RE 80 und RE 89 aus Augsburg halten in Pasing und fahren zum Hauptbahnhof. RE 72 aus Geltendorf hält in Pasing und Hauptbahnhof, RB 74 zusätzlich in Fürstenfeldbruck.

Sharing-Angebote für Fahrräder und E-Scooter

Für kurze Strecken bieten sich Leihfahrzeuge an, die über Apps gebucht werden können:

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  1. Call a Bike: Über 270 Stationen in München mit mehr als 1000 Rädern. Tarife: „Starter“ (1 € Freischaltgebühr, 1 €/15 Min., max. 12 €/Tag), „Basic“ (4,90 €/Jahr, 0,50 € Freischaltgebühr, 1 €/15 Min., max. 7 €/Tag), „Premium“ (5,90 €/Monat, keine Freischaltgebühr, 30 Min. inklusive, dann 1 €/30 Min., max. 5 €/Tag).
  2. Dott: E-Bikes und E-Scooter, die primär auf blau markierten Parkflächen abgestellt werden müssen. Preise variieren je nach Region und sind in der App ersichtlich. Nutzung auch über MVG-Go-App möglich.
  3. Emmy: Elektroroller in roter Farbe. Registrierung kostet 4,95 € (als Guthaben rückerstattet), Freischaltung 1 €, 0,36 €/Minute Fahrzeit, 0,19 €/Parkminute. Maximal 35 €/Tag mit 24-Stunden-Pass. Rückgabe auf öffentlichen Parkplätzen im Geschäftsgebiet, Foto-Upload erforderlich.
  4. Voi: E-Bikes und E-Scooter aus Schweden. Freischaltgebühr 0,99 €, dann 0,24 €/Minute. Minutenpakete oder Abo verfügbar. Rückgabe auf ausgewiesenen Abstellplätzen, Parkverbote in Parks und sensiblen Bereichen.
  5. Lime: E-Scooter und E-Bikes mit austauschbaren Batterien. Freischaltung 1 €, ca. 0,25 €/Minute, Preise variieren. Rückgabe über App mit Foto, innerhalb des Altstadtrings nur auf ausgewiesenen Flächen.

Praktische Tipps für die Nutzung

Für alle Sharing-Angebote gilt: Die Registrierung erfolgt über die jeweilige App (für iPhone oder Android), wobei in der Regel eine Kreditkarte oder andere gängige Zahlungsmethoden wie PayPal, Apple Pay oder Lastschrift erforderlich sind. Bei einigen Anbietern muss man volljährig sein und einen Führerschein vorweisen. Wichtig: Achten Sie auf die Parkregeln, um zusätzliche Kosten zu vermeiden, und planen Sie aufgrund des erhöhten Andrangs mehr Zeit ein.

Der Streik unterstreicht die Bedeutung einer vielfältigen Mobilitätsinfrastruktur. Während U-Bahn, Busse und Straßenbahnen ausfallen, zeigen Alternativen wie S-Bahn, Regionalzüge und Sharing-Dienste, dass München auch in Krisenzeiten mobil bleibt. Nutzer sollten die Angebote im Voraus prüfen und gegebenenfalls Reservierungen vornehmen, um reibungslos ans Ziel zu gelangen.