MVG-Streik legt Münchner Verkehr lahm: Diese Alternativen gibt es
Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, wird der öffentliche Personennahverkehr in München durch einen Streik der MVG nahezu komplett zum Erliegen kommen. U-Bahnen, Trambahnen und die meisten Busse werden voraussichtlich nicht verkehren. Für Pendler und alle, die in der Stadt unterwegs sein müssen, bedeutet dies erhebliche Einschränkungen. Doch es gibt zahlreiche Alternativen, um trotzdem ans Ziel zu gelangen.
Öffentlicher Verkehr: Was noch fährt
S-Bahn: Da die S-Bahn zur Deutschen Bahn gehört, ist sie vom Streik nicht betroffen und soll fahrplanmäßig verkehren. Allerdings ist mit einem deutlich erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen.
Regionalbahn: Verschiedene Regionalbahnlinien halten innerhalb Münchens und bieten Verbindungen aus allen Himmelsrichtungen. Aus dem Süden bedienen die RB 55/56/57 aus dem Oberland Haltestellen wie Solln, Harras und Hauptbahnhof. Aus Rosenheim kommend hält die RB 58 unter anderem in Deisenhofen und am Ostbahnhof. Aus dem Norden verbinden RE 3 und RB 33 Freising mit dem Hauptbahnhof, während aus dem Westen RB 87 und RE 80 von Augsburg nach Pasing und zum Hauptbahnhof fahren.
Busse: Nicht alle Buslinien werden bestreikt. Busse mit den Nummern 0-199 fallen in die Zuständigkeit der MVG und sind betroffen. Regionalbusse mit höheren Liniennummern, die von Umlandlandkreisen betrieben werden, sollen laut MVG nicht bestreikt werden und könnten eine Option darstellen, allerdings mit unregelmäßigem Fahrplan.
Leihfahrzeuge: Flexibel unterwegs
Call a Bike: Die Leihräder der Deutschen Bahn stehen an über 270 Stationen in München zur Verfügung. Es gibt drei Tarifmodelle: Das "Starter"-Paket ohne Grundgebühr (1 Euro Freischaltgebühr, 1 Euro pro 15 Minuten, maximal 12 Euro/Tag), das "Basic"-Paket für 4,90 Euro/Jahr (50 Cent Freischaltgebühr, maximal 7 Euro/Tag) und das "Premium"-Abo für 5,90 Euro/Monat (keine Freischaltgebühr, 30 Minuten inklusive, maximal 5 Euro/Tag). Die Räder müssen an Stationen zurückgegeben werden.
Dott E-Bikes und E-Scooter: Dieser Anbieter bietet elektrisch unterstützte Fahrräder und Scooter an. Die Preise variieren je nach Region und sind in der App einsehbar. Die Fahrzeuge müssen auf blau markierten Parkflächen in der App abgestellt werden, besonders innerhalb des Altstadtrings. Die Nutzung ist auch über die MVG-Go-App möglich.
Emmy Elektroroller: Die roten Elektroroller von Emmy sind im gesamten Innenstadtbereich verfügbar. Die Registrierung kostet einmalig 4,95 Euro (als Guthaben), plus 1 Euro Freischaltgebühr pro Miete und 36 Cent pro Fahrminute. Die Rückgabe erfolgt auf öffentlichen Parkplätzen im Geschäftsgebiet, wobei ein Foto des geparkten Rollers in der App hochgeladen werden muss.
Voi E-Bikes und E-Scooter: Der schwedische Anbieter verlangt 99 Cent Freischaltgebühr und 24 Cent pro Minute, bietet aber auch Minutenpakete und Abos an. Die Fahrzeuge müssen auf ausgewiesenen Abstellplätzen geparkt werden, Parkverbote gelten in Parks und sensiblen Bereichen. Voi ist über die MVG-Go-App oder eine eigene App nutzbar.
Lime E-Scooter und E-Bikes: Lime-Fahrzeuge haben austauschbare Batterien und kosten 1 Euro Freischaltgebühr plus etwa 25 Cent pro Minute. Die Rückgabe erfolgt ausschließlich über die App mit Foto des geparkten Fahrzeugs. Innerhalb des Altstadtrings ist das Abstellen nur auf ausgewiesenen Flächen erlaubt.
Praktische Tipps für den Streiktag
Planen Sie Ihre Route frühzeitig: Nutzen Sie Apps wie MVG-Go oder DB Navigator, um Verbindungen mit S-Bahn und Regionalbahn zu checken. Beachten Sie, dass es zu Verspätungen und überfüllten Zügen kommen kann.
Kombinieren Sie Verkehrsmittel: Eine Mischung aus Bahn und Leihfahrzeug kann effizient sein. Prüfen Sie Standorte von Leihrädern und Scootern in der Nähe Ihrer Zielhaltestelle.
Seien Sie flexibel: Da Busse nur eingeschränkt fahren, sollten Sie alternative Routen im Hinterkopf haben. Zu Fuß gehen oder Fahrgemeinschaften bilden sind weitere Optionen.
Der MVG-Streik am 11. Februar 2026 stellt Münchner vor Herausforderungen, aber mit diesen Alternativen lässt sich der Weg zur Arbeit oder anderen Zielen dennoch bewältigen. Frühzeitige Planung und Flexibilität sind dabei entscheidend.



