MVG-Streik in München: Diese U-Bahnstrecke fährt am Mittwoch nachmittags trotzdem
MVG-Streik: U-Bahnstrecke fährt Mittwoch nachmittags

MVG-Streik legt Münchens Nahverkehr lahm – mit einer Ausnahme

Am Mittwoch, dem 11. Februar 2026, wird der öffentliche Personennahverkehr in München durch einen umfassenden Streik der MVG nahezu vollständig zum Erliegen kommen. U-Bahnen, Trambahnen und die meisten Buslinien werden voraussichtlich nicht verkehren, da das verfügbare Personal stark reduziert ist. Die genauen Auswirkungen sind derzeit noch nicht absehbar, doch für Pendler und Stadtbewohner bedeutet dies erhebliche Einschränkungen. Wer nicht zu Fuß gehen kann oder über kein eigenes Fahrzeug verfügt, muss auf alternative Mobilitätslösungen zurückgreifen.

U-Bahn fährt nur für FC-Bayern-Spiel

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet die U-Bahnstrecke zwischen Marienplatz und Fröttmaning. Aufgrund des anstehenden FC-Bayern-Spiels in der Allianz Arena wird diese Verbindung außerplanmäßig von 17:30 Uhr bis Betriebsschluss in enger Taktung bedient. Diese Sonderregelung wurde vom FC Bayern koordiniert und bietet zumindest für Besucher des Fußballspiels eine zuverlässige Anreiseoption. Für alle anderen Fahrten im Stadtgebiet bleibt die U-Bahn jedoch gesperrt.

S-Bahn und Regionalbahnen als Rückgrat

Die S-Bahn München, die zur Deutschen Bahn gehört, ist vom Streik nicht betroffen und soll grundsätzlich fahrplanmäßig verkehren. Allerdings sind am Streiktag ab 22:20 Uhr aufgrund von Bauarbeiten Einschränkungen zu erwarten. Regionalbahnen stellen eine weitere wichtige Alternative dar, da sie innerhalb Münchens zahlreiche Haltepunkte bedienen:

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  • Süden: RB 55/56/57 aus dem Oberland halten in Solln, bei den Siemenswerken, Harras, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof. Die RB 58 aus Rosenheim bedient Deisenhofen, Solln, Siemenswerke, Mittersendling, Harras, Heimeranplatz, Donnersbergerbrücke und Hauptbahnhof.
  • Osten: RE 5 und RB 58 verkehren zwischen Grafing, Ostbahnhof und Hauptbahnhof. Die RB 40 verbindet Markt Schwaben mit dem Hauptbahnhof über den Ostbahnhof.
  • Norden: RE 3 aus Passau bzw. Landshut hält in Freising und am Hauptbahnhof. RB 33 bedient zusätzlich Unterschleißheim, Feldmoching und Moosach. RE 1 aus Nürnberg oder Ingolstadt fährt von Petershausen direkt zum Hauptbahnhof, RB 16 hält auch in Dachau.
  • Westen: RB 87, RE 80 und RE 89 aus Augsburg halten in Pasing und fahren zum Hauptbahnhof. RE 72 aus Geltendorf bedient Pasing und Hauptbahnhof, RB 74 hält zusätzlich in Fürstenfeldbruck.

Busse mit starken Einschränkungen

Bei den Bussen wird es erhebliche Beeinträchtigungen geben, da nur ein Teil der Linien bedient werden kann. Bestreikt werden ausschließlich Busse mit den Liniennummern 0 bis 199, die in die Zuständigkeit der MVG fallen. Regionalbusse mit höheren Nummern, die von Umlandlandkreisen betrieben werden, sind vom Streik nicht betroffen und sollten planmäßig verkehren. Allerdings ist mit unregelmäßigen Fahrten und längeren Wartezeiten zu rechnen.

Leihfahrräder und E-Scooter als flexible Optionen

Für kurze Strecken innerhalb der Stadt bieten Leihfahrräder und E-Scooter eine praktische Alternative. Die wichtigsten Anbieter im Überblick:

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  • Call a Bike: Über 270 Stationen in München, mehr als 1000 Räder verfügbar. Tarife reichen von einem starterfreundlichen Modell ohne Grundgebühr bis zu Premium-Abos mit inklusiven Fahrzeiten.
  • Dott: E-Bikes und E-Scooter, die über die MVG-Go-App oder die eigene Dott-App gebucht werden können. Parken nur auf blau markierten Flächen, insbesondere innerhalb des Altstadtrings.
  • Emmy: Elektroroller in knallroter Farbe, verfügbar im gesamten Innenstadtbereich. Registrierung erfordert Führerscheinverifikation, Rückgabe mit Foto-Pflicht.
  • Voi: Schwedischer Anbieter mit E-Bikes und E-Scootern, nutzbar über MVG-Go oder eigene App. Parken auf ausgewiesenen Abstellplätzen, Parkverbote in Parks und sensiblen Zonen.
  • Lime: E-Scooter und E-Bikes mit austauschbaren Batterien, mehrere tausend Fahrzeuge im Großraum München. Rückgabe ausschließlich per App mit Foto, innerhalb des Altstadtrings nur auf gekennzeichneten Flächen.

Die Preise variieren je nach Anbieter und Tarifmodell, liegen jedoch typischerweise zwischen 0,24 und 0,36 Euro pro Minute, zuzüglich einer Freischaltgebühr von etwa 1 Euro. Tageshöchstpreise bewegen sich zwischen 5 und 35 Euro. Für die Nutzung sind in der Regel eine App, eine Registrierung mit persönlichen Daten und eine gängige Zahlungsmethode erforderlich.

Planung ist entscheidend

Angesichts der umfassenden Streikauswirkungen empfiehlt sich eine frühzeitige Planung der Fahrten. Die Kombination aus Regionalbahnen, nicht bestreikten Bussen und Leihfahrzeugen kann die Mobilität in der Stadt sicherstellen, erfordert jedoch Flexibilität und möglicherweise längere Reisezeiten. Insbesondere für Berufspendler und Personen mit festen Terminen ist die Nutzung der verfügbaren Alternativen unerlässlich, um den Streiktag zu überbrücken.