Verdi-Warnstreik legt Nahverkehr in Magdeburg und Burgenlandkreis lahm
Nahverkehrsstreik in Sachsen-Anhalt: Betrieb weitgehend eingestellt

Verdi-Warnstreik legt Nahverkehr in Sachsen-Anhalt teilweise lahm

In zwei Landkreisen von Sachsen-Anhalt hat die Gewerkschaft Verdi bereits am Donnerstag einen umfassenden Warnstreik im öffentlichen Personennahverkehr gestartet. Betroffen sind die Landeshauptstadt Magdeburg sowie der Burgenlandkreis, wo der Betrieb weitgehend zum Erliegen gekommen ist. Verdi-Sprecher bewerten die Aktion als vollen Erfolg und betonen die breite Beteiligung der Beschäftigten.

Eingeschränkter Betrieb in Magdeburg mit Notfahrplan

In Magdeburg wird der Streik bis in die Nacht auf Sonntag andauern und schrittweise beendet. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe haben für Donnerstag und Freitag lediglich einen stark reduzierten Notbetrieb eingerichtet. Lediglich die Straßenbahnlinien 4 und 5 sowie die Buslinien 52 und 54 verkehren im 30-Minuten-Takt. Ab Samstag wird dann der komplette Betrieb eingestellt, sodass keine Busse und Bahnen mehr fahren. Fahrgäste müssen sich auf erhebliche Einschränkungen und längere Wartezeiten einstellen.

Vollständiger Ausfall im Burgenlandkreis seit den frühen Morgenstunden

Im Burgenlandkreis hat der Streik bereits um 3.30 Uhr begonnen und führt zu einem vollständigen Ausfall des Linienverkehrs. „Es sind keine Linien rausgefahren“, bestätigte ein Verdi-Sprecher und unterstrich damit den durchschlagenden Erfolg der Arbeitsniederlegung. Die PVG Burgenlandkreis warnte vor erheblichen Einschränkungen und riet Fahrgästen, regelmäßig die aktuellen Fahrplaninformationen zu prüfen. Der Streik soll hier erst in der Nacht zu Montag beendet werden.

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Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen als Streikgrund

Hintergrund des Ausstands sind die laufenden Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi. Die Gewerkschaft fordert deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im öffentlichen Nahverkehr. Konkret geht es um die Reduzierung der Arbeitszeit, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten sowie weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsqualität. In den meisten anderen Landkreisen und Bundesländern beginnt der Streik erst am Freitag, sodass sich die Einschränkungen voraussichtlich noch ausweiten werden.

Die Verkehrsgesellschaften appellieren an die Geduld der Fahrgäste und empfehlen, alternative Verkehrsmittel zu nutzen oder Fahrten wenn möglich zu verschieben. Die genauen Auswirkungen auf den Berufsverkehr und den Alltag der Menschen in den betroffenen Regionen werden sich in den kommenden Tagen zeigen.

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