NRW-Verkehrsminister fordert Preisstopp für Deutschlandticket
NRW-Minister will Deutschlandticket-Preis einfrieren

Angesichts steigender Ölpreise aufgrund des Irankriegs hat die Bundesregierung einen Tankrabatt für Autofahrer beschlossen. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) schlägt nun eine alternative Maßnahme vor: den Preis des Deutschlandtickets von derzeit 63 Euro vorerst einzufrieren, anstatt ihn zum 1. Januar 2027 zu erhöhen.

Ein stabiler Preis als Signal

„Ein stabiler Preis für das Deutschlandticket wäre das richtige Signal in dieser Zeit“, sagte Krischer der „Rheinischen Post“. „Der öffentliche Nahverkehr darf nicht auf der Strecke bleiben, wenn für Tankrabatte und die Senkung der Luftverkehrsteuer Milliarden mobilisiert werden.“ Zudem könne eine kostenfreie Mitnahme von Kindern und Jugendlichen viele Familien entlasten.

Unterstützung von Pro Bahn

Detlef Neuß, Ehrenvorsitzender von Pro Bahn, unterstützt den Vorstoß: „Die durch den Preisindex festgeschriebene Erhöhung des Deutschlandtickets für die Jahre 2027 und 2028 muss ausgesetzt werden.“ Die benötigten Finanzmittel seien „geringer als die 1,6 Milliarden Euro für den Tankrabatt“.

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Warnung aus dem Saarland

Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) warnte vor steigenden Kosten im ÖPNV. „Wir sollten nicht eine Situation riskieren, in der der Staat Benzin subventioniert, wir aber Bus und Bahn zusammenstreichen müssen“, sagte sie.

Hintergrund zum Deutschlandticket

Das Deutschlandticket kostet derzeit 63 Euro pro Monat und berechtigt zur Nutzung des Nah- und Regionalverkehrs in ganz Deutschland. Ende 2025 nutzten 14,6 Millionen Menschen das Ticket. Künftige Preissteigerungen sollen nicht mehr politisch, sondern über einen Preisindex festgelegt werden.

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