Bardowick (Niedersachsen) – Ein ICE auf der Strecke von Hamburg nach München musste am Freitag eine Notbremsung einleiten. Rund 500 Meter nordwestlich des Bahnhofs Bardowick hing die Oberleitung plötzlich in den Fahrbereich des Zuges. Der Lokführer erkannte die Gefahr rechtzeitig und leitete eine sofortige Schnellbremsung ein. Verletzt wurde niemand, wie ein Sprecher der Bundespolizeidirektion Bremen bestätigte.
460 Reisende sitzen fest
Seit rund drei Stunden harren 460 Passagiere bei einer Außentemperatur von 23 Grad in dem Fernzug aus. Die beschädigte Oberleitung lag nach dem Bremsmanöver direkt auf dem Dach des ICE 589. Ein Notfallmanager der Deutschen Bahn und die Feuerwehr mussten die Leitung zunächst erden, da akute Lebensgefahr durch Stromschläge bestand.
Ermittlungen zur Ursache
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache für die Beschädigung der Oberleitung zu klären. Der Zug soll zeitnah evakuiert werden. Für die Weiterreise der Fahrgäste ist ein Ersatz-ICE vorgesehen, der auf freier Strecke zum Einsatz kommt. Zudem wurde eine Abschlepplokomotive für den havarierten Zug angefordert.
Welche Verspätungen sich durch den Vorfall für andere Bahnreisende ergeben, ist derzeit noch unklar. Die Strecke bleibt voraussichtlich für mehrere Stunden gesperrt.



