ÖPNV-Streik München: So kommen Sie am Dienstag trotzdem durch die Stadt
ÖPNV-Streik München: Alternativen für Dienstag

ÖPNV-Streik legt München lahm: Diese Alternativen gibt es

Am Dienstag, dem 14. April 2026, wird der öffentliche Nahverkehr in München erneut durch einen Warnstreik massiv beeinträchtigt. Die Gewerkschaft Verdi hat zum sechsten Mal in den laufenden Tarifverhandlungen zu dieser Arbeitsniederlegung aufgerufen. Betroffen sind vor allem U-Bahnen, Straßenbahnen und Buslinien bis zur Nummer 199. Die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) rechnen mit erheblichen Ausfällen und Verspätungen im gesamten Stadtgebiet.

Welche Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen?

Der Streik betrifft alle Tarifbeschäftigten der SWM und MVG im Fahrdienst, in der Leitstelle und im Fahrgastservice. Konkret bedeutet dies:

  • U-Bahnen: Der Betrieb ist stark eingeschränkt, ob und wie viele Züge fahren, hängt vom verfügbaren Personal ab.
  • Straßenbahnen: Auch hier sind erhebliche Ausfälle zu erwarten.
  • Busse: Buslinien bis zur Nummer 199 werden bestreikt, nur ein Teil der Linien kann möglicherweise bedient werden.

Ein regulärer Betrieb wird voraussichtlich erst wieder ab Mittwoch, dem 15. April, um 3.30 Uhr möglich sein, sobald der Streik beendet ist.

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Welche Verkehrsmittel fahren planmäßig?

Nicht alle Verkehrsmittel sind vom Streik betroffen. Folgende Optionen stehen Fahrgästen zur Verfügung:

  • S-Bahn: Da sie zur Deutschen Bahn gehört, verkehrt sie fahrplanmäßig.
  • Regionalzüge: Diese sind nicht bestreikt und halten an verschiedenen Stationen in München.
  • Regionalbusse: Buslinien mit Nummern ab 200, die von Umlandlandkreisen betrieben werden, sind nicht vom Streik betroffen.

Alternative Mobilitätsangebote in München

Für alle, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sein möchten, bieten sich zahlreiche Sharing-Dienste an. Hier ein Überblick:

Call a Bike

Die Leihräder der Deutschen Bahn stehen an über 270 Stationen in München zur Verfügung. Es gibt drei Tarifmodelle: Das "Starter"-Paket ohne Grundgebühr, "Basic" für 4,90 Euro im Jahr und "Premium" als Jahresabo für 5,90 Euro monatlich. Die Räder müssen an Stationen zurückgegeben werden.

Dott E-Bikes und E-Scooter

Dott bietet elektrische Fahrräder und Scooter an, die über die MVG-Go-App oder die Dott-App ausgeliehen werden können. Die Fahrzeuge müssen auf blau markierten Parkflächen abgestellt werden, insbesondere innerhalb des Altstadtrings.

Emmy Elektroroller

Die roten Elektroroller von Emmy sind im gesamten Innenstadtbereich verfügbar. Die Ausleihe kostet eine Freischaltgebühr von 1 Euro und 36 Cent pro Minute. Zur Rückgabe muss ein Foto des geparkten Rollers in der App hochgeladen werden.

Voi E-Bikes und E-Scooter

Voi aus Schweden verlangt 99 Cent Freischaltgebühr und 24 Cent pro Minute. Die Fahrzeuge können auf ausgewiesenen Abstellplätzen parkiert werden, wobei Parks und sensible Bereiche tabu sind.

Lime E-Scooter und E-Bikes

Lime bietet nachhaltige Fahrzeuge mit austauschbaren Batterien an. Die Kosten liegen bei 1 Euro Freischaltung und etwa 25 Cent pro Minute. Innerhalb des Altstadtrings ist das Abstellen nur auf speziellen Flächen erlaubt.

Praktische Tipps für den Streiktag

Um am Dienstag trotz des Streiks ans Ziel zu kommen, empfehlen sich folgende Maßnahmen:

  1. Frühzeitig planen: Prüfen Sie, welche Regionalzüge oder S-Bahnen Ihre Route abdecken.
  2. Sharing-Dienste nutzen: Laden Sie die Apps der Anbieter vorab herunter und registrieren Sie sich.
  3. Kosten im Blick behalten: Vergleichen Sie die Tarife der verschiedenen Sharing-Angebote.
  4. Parkregeln beachten: Achten Sie auf die jeweiligen Rückgabevorschriften, um Strafen zu vermeiden.

Der Streik zeigt einmal mehr, wie abhängig München von einem funktionierenden Nahverkehr ist. Doch mit etwas Vorbereitung und Flexibilität lassen sich auch an solchen Tagen Wege finden, um mobil zu bleiben.

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