Polizei startet Blitzermarathon: Speedweek mit verstärkten Radarkontrollen bundesweit
Polizei startet Blitzermarathon: Speedweek mit Radarkontrollen

Polizei startet Blitzermarathon: Speedweek mit verstärkten Radarkontrollen bundesweit

Seit Wochenbeginn ist die Polizei in zahlreichen Bundesländern verstärkt gegen Temposünder im Einsatz – am Mittwoch erreicht die Aktion ihren Höhepunkt. Laut Angaben des ADAC steht der Haupttag des sogenannten Blitzermarathons an, der im Rahmen der „Speedweek“ durchgeführt wird. Während in mehreren Bundesländern über mehrere Tage hinweg die Geschwindigkeit auf Straßen intensiv überprüft wird, haben einige Landesteile wie Bayern und Baden-Württemberg laut dem Automobilclub einen speziellen Schwerpunkttag festgelegt.

Umfang der Kontrollen und Schwerpunkte

Die Kontrollen erfolgen auf Autobahnen, Bundesstraßen und innerstädtischen Straßen. Der Fokus liegt dabei besonders auf unfallträchtigen Strecken und sensiblen Bereichen wie Schulen, Baustellen und Krankenhäusern. Bis auf das Saarland sind alle Bundesländer an der „Speedweek“ beteiligt, wie der ADAC im Vorfeld mitteilte. Diese breite Beteiligung unterstreicht die Bedeutung der Aktion für die Verkehrssicherheit in ganz Deutschland.

Bewertung der Aktion durch Experten

Die Polizei verfolgt mit der Speedweek das Ziel, die Risiken von überhöhter Geschwindigkeit im Straßenverkehr stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Fachleute weisen darauf hin, dass überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeiten zu den häufigsten Unfallursachen zählen – insbesondere bei tödlichen Verkehrsunfällen. Der ADAC bewertet die Kontrollaktion grundsätzlich positiv und betont, dass die intensive Medienberichterstattung nicht nur jene sensibilisiert, die tatsächlich geblitzt werden, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer.

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Der Deutsche Anwaltverein äußert hingegen Kritik. Hauptgeschäftsführerin Sylvia Ruge erklärte zu Beginn der Aktion: „Wer am Straßenverkehr teilnimmt, sollte seine Geschwindigkeit jederzeit und nicht nur in zwei Wochen im Jahr an den Verkehr, die Umgebung und die Wetterlage anpassen.“ Diese Aussage unterstreicht die Forderung nach einer kontinuierlichen Anpassung der Fahrweise, anstatt sich nur auf zeitlich begrenzte Kontrollen zu verlassen.

Dauer und Konsequenzen der Kontrollen

Die verstärkten Radarkontrollen im Rahmen der Speedweek dauern in der Regel bis zum kommenden Sonntag an. Wer in eine Radarfalle gerät, muss mit den üblichen Sanktionen rechnen, darunter:

  • Bußgelder
  • Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg
  • Gegebenenfalls Fahrverbote

Die nächste „Speedweek“ ist bereits für den Zeitraum vom 3. bis 9. August geplant, was zeigt, dass solche Aktionen regelmäßig stattfinden, um die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. Die Polizei hofft, durch diese Maßnahmen langfristig zu einer Reduzierung von Geschwindigkeitsverstößen und Unfällen beizutragen.

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